Ziel der Studie war es, einen seriösen Vergleich der ökologischen Nachhaltigkeit zwischen pflanzlichen Fleischalternativen und Fleisch zu ermöglichen. Analysiert wurden die auf Soja und Weizeneiweiß basierenden Produkte Seitan und Sojagranulat auf ihre CO2-Bilanz, ihren Flächen- und Wasserverbrauch sowie auf biotische und abiotische Ressourcen. Das Ergebnis: Seitan, Tofu und Sojagranulat schneiden in allen getesteten Bereichen um Längen besser ab als Fleisch.
Die Deutschen verzehren pro Kopf über 60 kg Fleisch im Jahr, rund 20 Prozent davon in Form von Hackfleisch.
„Wenn man in Deutschland lediglich Hackfleisch durch Sojafleisch ersetzen würde, könnte so viel CO2 vermieden werden, wie vier bis sieben Millionen Autos im Jahr verursachen“, erklärt Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. Selbst konventionelles Sojafleisch aus brasilianischen Sojabohnen ist immer noch viermal klimafreundlicher als Bio-Hackfleisch (Schwein/Rind gemischt) und verbraucht weitaus weniger Fläche. Während für die Produktion von nur 1 kg Bio-Hackfleisch ganze 46,02 m² im Jahr verbraucht werden, sind es für Bio-Sojafleisch lediglich 0,73 m².
Nicht zuletzt ist das pflanzliche Produkt preislich unschlagbar. „Während Sojafleisch beispielsweise nur 1,60 Euro pro Kilogramm kostet, schlägt Hackfleisch mit durchschnittlich satten 4,50 Euro pro Kilogramm zu Buche – das ist fast dreimal so viel“, so Sebastian Zösch abschließend.
Die Zubereitung macht's: Im Rahmen der ARD-Themenwoche “Essen ist Leben” wurde 2010 in der Wissensshow „Wie ernährt sich Deutschland“ ein Experiment mit Fleischalternativen gezeigt. Dabei servierte der Vegan-Head-Chef Björn Moschinski in der Mensa der Universität Bochum unangekündigt Soja-Gulasch. Das erstaunliche Ergebnis: 264 von 300 Studenten – also ganze 88 Prozent – konnten keinen Unterschied zum herkömmlichen Gulasch feststellen (Video > www.youtube.com/watch ).
Webtip > www.GV-nachhaltig.de
(Quelle: Vebu)




