Ulrike Mehl, stellvertretende BUND-Vorsitzende: "Die Prämierung der Allee 2011 in Kremmen im Land Brandenburg macht auf die Gefährdung von Alleebäumen deutschlandweit aufmerksam. Alleen leisten einen unschätzbaren Beitrag für den Umwelt- und Naturschutz, filtern Schadstoffe aus der Luft und sind Refugien für viele gefährdete Tierarten. Und nicht zuletzt prägen sie in bedeutender Weise das Landschaftsbild in Deutschland."
Deutschlandweit gebe es zirka 20000 Kilometer Alleen. Gefährdet seien sie vor allem durch den Straßenausbau und die industrielle Landwirtschaft, durch rigorose Schnittmaßnahmen und den Einsatz von Tausalzen im Winter. In Brandenburg sei ihr Bestand in der letzten Dekade von 12.000 Kilometer auf unter 8.000 Kilometer geschrumpft.
Ulrike Mehl: "Leider sind viele Alleen inzwischen aus unserer Landschaft verschwunden. Dabei kann schon mit einfachen Mitteln viel für den Schutz bedrohter Alleen getan werden. Ein Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde in engen Alleenabschnitten, wie aktuell von Brandenburg geplant, bringt beispielsweise mehr Verkehrssicherheit als das jährliche Fällen tausender Alleenbäume für den Straßenbau. Auch die Reduzierung des Lkw-Verkehrs in gefährdeten Alleen und die Verwendung von Splitt oder Kies statt Tausalz im Winter schützt die wertvollen alten Bäume."
(Quelle: BUND)





