Der Kommission, die von den Präsidiumsmitgliedern Karl Rothmund (Vorsitzender) und Rolf Hocke (stellvertretender Vorsitzender) geleitet wird, gehören elf Beauftragte mit folgenden Fachgebieten an: Teresa Enke (Depression), Reinhard Grindel (Anti-Korruption), Dr. Alexandra Hildebrandt (Nachhaltigkeit), Gül Keskinler (Integration), Hermann Korfmacher (Anti-Korruption), Rainer Milkoreit (Bildung), Prof. Dr. Gunter A. Pilz (Prävention/ Anti-Diskriminierung), Claudia Roth (Klima/Umwelt), Olliver Tietz (Kultur), Tanja Walther-Ahrens (Bildung), Wolfgang Watzke (Soziale Verantwortung). Der Kommission gehören zudem Roland Kentsch als Vertreter des Ligaverbandes und Willi Hink als Repräsentant der DFB-Zentralverwaltung an.
Konkrete Ziele formuliert hat die Nachhaltigkeitskommission bereits bei der Korruptions-Bekämpfung, die von dem Bundestagsabgeordneten Reinhard Grindel (CDU) geleitet wird. So erwägt der DFB im Kampf gegen Wettmanipulationen die Einsetzung eines Ombudsmannes. Zudem soll die Kooperation zwischen den Staatsanwaltschaften und dem Verband verbessert werden. Präventivmaßnahmen gegen Spielsucht sollen auch bei jungen Profifußballern in den Leistungszentren gestartet sowie die rechtliche Unsicherheit im Zusammenhang von Hospitality (Gastlichkeit) und Korruption beseitigt werden.
Den Einstieg in ein nachhaltiges, wertorientiertes Arbeiten hatte der DFB-Bundestag im Oktober 2010 in Essen durch eine Erweiterung des § 4 der DFB-Satzung verankert. „Wir wollen alles, was die DFB-Stiftungen und die Landesverbände machen, zusammenfassen. Das Ziel ist die Präsentation eines Bericht zur Nachhaltigkeit beim nächsten Bundestag", sagte der federführende DFB-Vizepräsident Karl Rothmund: "Wir wollen unserer gesellschaftspolitischen Aufgabe gerecht werden. Unsere 6,8 Millionen Mitglieder in den 26.000 Verbänden spielen nicht nur Fußball, sie leisten etwas für die Gesellschaft."
Für den Bundestag 2013 in Nürnberg soll dann ein umfassender Nachhaltigkeitsbericht erarbeitet werden. Bereits im Herbst will der Verband sein Engagement für den Umweltschutz fortsetzen. Mit Green Goal 2011 ist man gerade dabei, ein umfangreiches Umweltschutz-Programm zur Frauen-Weltmeisterschaft umzusetzen, etwa durch Ökomanagement-Schulungen in den neun WM-Stadien oder der Finanzierung von Klimaschutzprojekten.
Das Umweltprogramm wird mit der Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der FIFA und dem Öko-Institut e.V. umgesetzt.




