Bundesweit haben bereits 340 Floristen fair gehandelte Rosen in ihr Sortiment aufgenommen. Im vergangenen Jahr wurden rund 81 Millionen Fairtrade-Blumen verkauft.
Fairtrade-Rosen aus Äthiopien bundesweit bei Edeka und Netto
Die Rosen, die bundesweit in vielen Edeka- und Netto-Filialen erhältlich sind, stammen zum Großteil vom äthiopischen Rosenproduzent Sher Ethiopia. Die Blumenfarm hat sich Anfang des Jahres erfolgreich der Fairtrade-Zertifizierung unterzogen. Für die Beschäftigten der Blumenfarm bedeutet die Zertifizierung beispielsweise besserer Arbeitsbedingungen und strenge Regeln zum Gesundheitsschutz. Ein Komitee aus Management und demokratisch gewählten Arbeitervertretern entscheidet darüber, für welche Projekte die Fairtrade-Prämie eingesetzt wird. Die Prämiengelder kommen der Gemeinschaft zugute und werden beispielsweise in Gesundheitsvorsorge- oder Bildungsmaßnahmen investiert.
Die Fairtrade-Standards werden in Übereinstimmung mit den Erfordernissen des ISEAL Code of Good Practice for Setting Social and Environmental Standards von FLO, der gemeinnützigen Dachorganisation aller Fairtrade-Siegelinitiativen, festgelegt und beinhalten neben sozialen und wirtschaftlichen Kriterien, auch Bestimmungen zu nachhaltigem und umweltschonendem Anbau. Schwerpunkte sind unter anderem ein sicherer und systematisch reduzierter Einsatz von zugelassenen Agrochemikalien, eine ordnungsgemäße und umweltfreundliche Abfallwirtschaft, sowie die Verwendung von gentechnikfreiem Saatgut.
In den Allgemeinen Standards sind strenge Richtlinien für den Einsatz und die Menge von Agrochemikalien festgelegt, die die Produzentenorganisationen im Fairen Handel verwenden dürfen. Des Weiteren ist dort geregelt, dass die Menge an Agrochemikalien, die in der Produktion zum Einsatz kommen, laufend reduziert werden muss. So wird in den Fairtrade-Umweltstandards der Einsatz von Agrochemikalien gezielt beschränkt. Außerdem gibt es eine FLO-Liste strikt verbotener Substanzen, die von den Produzentenorganisationen weder selbst verwendet noch verkauft werden dürfen. Die Fairtrade-Farmen halten sich an die für ihre Branche geltenden vorbildlichen Vorgangsweisen und verwenden eine Form der integrierten Schädlingsbekämpfung. Dazu gehört auch die laufende Überwachung der Schädlingspopulationen, das Treffen von Vorbeugungsmaßnahmen und die Anwendung alternativer Schädlingsbekämpfungsmethoden, wobei der Einsatz von Pestiziden ein Teil dieser integrierten Gesamtstrategie sein kann und möglichst niedrig gehalten werden muss.
(Quelle: Faitrade)




