Es müssen die energetische Gebäudesanierung daher gezielt mittels staatlicher Förderprogramme und steuerlicher Anreize für Gebäudeeigentümer voranbringen. Wir appellieren an Minister Ramsauer, Millionen von Bürgern, die in energetisch veralteten Häusern und Wohnungen steigenden Energiekosten ausgeliefert sind, nicht im Stich zu lassen. Das ist unterlassene Klima-Hilfeleistung, so der WWF weiter.
„Über 80 Prozent der rund 18,5 Millionen Gebäude in Deutschland erfüllen noch nicht einmal die Standards der Energieeinsparverordnung von 2009. Und mit der jetzigen Sanierungsrate von nicht einmal einem Prozent jährlich würde es über 100 Jahre dauern, bis alle Gebäude in Deutschland energetisch saniert wären“, warnt NABU-Energieeffizienzexperte Ulf Sieberg. „Angesichts dieser dramatischen Zahlen muss Ramsauer endlich zum Sanierungsminister werden. Wir fordern den Bundesbauminister auf, seinem Amt endlich gerecht zu werden und sich klar für zusätzliche Maßnahmen einzusetzen, die Planungs- und Investitionssicherheit für Eigentümer zu schaffen. Dazu gehört, dass Ramsauer in Sachen steuerlicher Anreize endlich klare Kante zeigt und einen Vorschlag vorlegt, der die Kritik der Länder an dem von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzesentwurf berücksichtigt.“
Damian Ludewig, Geschäftsführer des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) rechnet vor, dass sich dies auch ökonomisch rechnet und Arbeitsplätze schafft: „Eine derartige Win-Win-Gelegenheit sollte von der Politik deutlich unterstützt werden. Deshalb fordern wir, das CO2-Gebäudesanierungsprogramm umgehend auf mindestens zwei Milliarden Euro aufzustocken und zu verstetigen. Denn ein Euro Förderung löst neun Euro private Investitionen aus, die vor allem dem heimischen Mittelstand zu gute kommen. 300.000 Arbeitsplätze wurden so in der Vergangenheit durch die KfW-Förderprogramme jährlich geschaffen bzw. gesichert. Wird die staatliche Förderung aus dem Markt selbst heraus - etwa durch eine Umlage - gegen finanziert, schafft dies zusätzliche Anreize und hilft so die Belastung der Bürgerinnen und Bürgern insgesamt möglichst gering zu halten.“
Alle Informationen zur Kampagne finden Sie im Internet unter > www.freiheizberaubung.de





