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Was ist dran am Passivhaus, Mythen oder Wahrheit?


Wien (24.5.11): Dem Passivhaus gehört die Zukunft, trotzdem ist es mit Vorurteilen belastet – zu unrecht wie "die umweltberatung" zusammen mit der Energieberatung NÖ nun aufklären möchte. 1.Mythos: die Fenster müssen geschlossen bleiben.
Passivhäusern gehört die Zukunft: sie sind am neuesten Stand der Technik, sind klimaschonend, bieten niedrigste Heizkosten und hohen Wohnkomfort. Trotzdem stehen manche Menschen Passivhäusern eher skeptisch gegenüber, aufgrund von Mythen wie: "im Passivhaus darf man das Fenster nicht öffnen, es gibt keine Heizung und die Häuser sind hässlich!"

Ein Passivhaus ist ein Gebäude mit sehr geringem Heizenergiebedarf. Die Energiekennzahl liegt bei 10 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Zum Vergleich: Ein „normales“ Haus mit Baujahr 1980 verbraucht das 20fache der Energie eines Passivhauses. Ein heute übliches Niedrigenergiehaus benötigt 5-mal so viel Energie. Durch den niedrigen Energiebedarf rechnet sich die Investition in ein Passivhaus langfristig auch finanziell, der hohe Wohnkomfort macht sich hingegen sofort bezahlt.


Viele falsche Mythen

Trotz seiner vielen Vorteile stehen manche dem Passivhaus eher skeptisch gegenüber, aufgrund falscher Mythen. Die Energieberatung NÖ räumt mit diesen Irrtümern auf.

Mythos 1: Die Fenster dürfen nicht geöffnet werden

Falsch: Die Fenster kann man jederzeit öffnen. Man muss aber nicht: Die Komfortlüftung sorgt für frische Luft rund um die Uhr – vollkommen automatisch. Gerade im Winter wirkt sich das sehr positiv aus, denn in der kalten Jahreszeit wird viel zu selten gelüftet. Studien belegen, dass die Luft im Schlafzimmer schon nach zwei Stunden die empfohlenen Grenzwerte überschreitet. Und wer steht schon in der Nacht auf und öffnet das Fenster?

Mythos 2: Ein Passivhaus hat keine Heizung

Falsch: Auch ein Passivhaus wird geheizt, allerdings kann die Heizung im Passivhaus viel kleiner ausfallen – spezielle Systeme sind hier gefragt. Meistens wird die Heizung gleich mit der Komfortlüftungsanlage verbunden, man spricht dann von Kombigeräten, die Lüftung, Heizung und Warmwasser erzeugen. Die Wärmeverteilung erfolgt im Idealfall über Heizflächen (z.B. Wandheizung) und über die Zuluft der Lüftungsanlage. Wichtig ist, den Grundriss so zu gestalten, dass sich die Wärme gleichmäßig im Haus verteilen kann.
Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Ein Passivhaus hat eigentlich immer Wohlfühltemperatur, was vor allem an der guten Dämmung und der luftdichten Bauweise liegt: Die Dämmung sorgt dafür, dass die Oberfläche der Innenwände angenehm warm ist, große kalte Flächen gehören dann der Vergangenheit an. Die luftdichte Bauweise verhindert unangenehme Zugluft sowie Bauschäden und Wärmeverluste.

Mythos 3: Passivhäuser sehen aus wie eine Schuhschachtel

Falsch: Passivhäuser können auch mit einer klassischen Dachform geplant werden, es muss nicht immer ein Flachdach sein. Wie das Haus aussieht, ist eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Diese und weitere Informationen zum Passivhaus finden Sie als kostenfreien Download unter:
www.energieberatung-noe.at/start.asp


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