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Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
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Antisemitismus in Österreich: Die Geschichte geht weiter


Berlin/Wien (19.9.11): Heute lesen wir von der österreichischen Katholikin Maria Fekter, Finanzministerin in Österreich, dass sechs Millionen Juden, die in der Schoa umkamen, ein verwüstetes Europa und 20 Millionen Russen, die ihr Leben ließen, gleichzusetzen seien mit der Einführung der Besteuerung von Banken! Von Christian Neugebauer
Das ist grobschlächtigster Antisemitismus, der da von der österreichischen Regierungsbank kommt. Und es kommt noch dramatischer: Als Entschuldigung reicht die österreichische Finanzministerin nach, dass sie fest christlich-sozial, katholisch sei und von daher könne es gar nicht antisemitisch gemeint sei.

Ich möchte an das Werk von Friedrich Heer „Gottes Erste Liebe„ erinnern, welches eindrücklich gezeigt hat, dass das Christentum im allgemeinen und der Katholizismus im besonderen jenen Antisemitismus über Jahrtausende in Europa geschürt hat, der direkt in die Schoa und nach Auschwitz führte.


Fekter – und mit ihr die österreichische Elite – weist eine derart bornierte Dummdreistigkeit und Verkommenheit auf, die so fern von jedem historischen Wissen sind, dass außer ein sofortiger Rücktritt Fekters nicht denkbar sein dürfte. Und eine SPÖ, die es nicht schafft ihrem Koalitionspartner ÖVP jetzt klar zu machen, diese Finanzministerin sofort zu demissionieren, macht sich hier mitschuldig, den Antisemitismus in Österreich weiter kraft Duldung zu fördern und die Schoa zu verharmlosen und zu verdrehen.

Erbärmlich die Reaktionen der „Empörten“ in Österreich: Fekter möge bzw. solle ihre Worte zurücknehmen und sich entschuldigen. Das ist eine jämmerliche, eine feige und nichtige Kritik wie erbärmliche Forderung. Da kommt jemand daher, pöbelt antisemitisch herum und dann, „...aber geh, nein, nimm das zurück und sei bitte nicht so garschtig..“. Nichts anderes sagt ihr „Empörten“. Sagt, in welcher Sandkiste sitzt ihr eigentlich gerade?!

Zu aller Klarheit das besagte Zitat der katholischen Antisemitin Fekter:

„Auch ich habe mir schon große Sorgen im Hinblick auf die verstärkten Nationalismen, die wir haben, gemacht. Außerdem bauen wir gerade enorme Feindbilder in Europa gegen die Banken und die Reichen, die Vermögenden auf. So etwas hatten wir schon einmal, damals verbrämt unter (sic) gegen die Juden, aber damals waren ähnliche Gruppierungen gemeint. Es hat das zwei Mal in einem Krieg geendet.“

Und Bernhard Torsch, einer der wenigen in Österreich, der die einzig klare und richtige Forderung, nämlich die nach Rücktritt, erhebt, schreibt zusammenfassend:

“Das, Frau Ministerin, ist unsäglicher Quatsch. Der Antisemitismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts richtete sich nicht „verbrämt gegen die Banken und die Reichen“, sondern ganz offen und völlig unverbrämt gegen Juden. Nicht Bankiers und Reiche wurden „zu Juden gemacht“, sondern allen Juden wurde, unter anderem, unterstellt, reiche Bankiers zu sein. Verstehen sie den Unterschied, Frau Innenministerin?” (Bernhard Torsch, Der Lindwurm-Blog > www.lindwurm.wordpress.com )

Aber, es wird so kommen, wie so oft in Österreich, welches sich mit einem blöden Grinsen und „gschamster Diener“ schon einmal mit seiner Geschichtslüge aus der Verantwortung für den 2. Weltkrieg und für die Schoa geschlichen hat und rund 15 Milliarden Euro an Werten den Juden Österreichs - ohne Entschädigung bis heute - gestohlen hat. Dieses Österreich wird als eiternde, antisemitische Wunde einfach weiter machen und Fekter wird weiter Finanzministerin bleiben. Denn Österreichs demokratisch gewählte Bundesregierung will es so: Diese Bundesregierung will eine offene Antisemitin weiterhin als Finanzministerin halten. Das ist der Fakt und das ist der Stand der Dinge in Österreich.


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