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Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
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Europas Politiker alleine zu Hause


Berlin (18.1.12): Die Ankündigung der US-Ratingagentur Standard & Poor´s am Freitag, Frankreich, Österreich und weitere sieben EU-Staaten abzuwerten, kann man nur mehr als ein politisches Manöver verstehen. Von Christian Neugebauer
Man muss erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass sogar China diese Abwertung falsch und unverantwortlich findet.

Derweil dürfen wir uns hier in Europa mit den Krokodilstränen europäischer Politiker/innen herumärgern: Die Konservativen Merkel und Sarkozy lassen nur populistischen Dampf gegen die Ratingagenturen ab, unternehmen aber ernsthaft nichts.


Denn, die Ziele und Richtlinien der US-Ratingagenturen spielen den neoliberalen Kreisen, die den Staat abkochen wollen, in die Hände. Konservative europäische Politiker sind da gerne mit Handkuß dabei. Endlich kann man das Bildungssystem in den Abgrund führen, eine Dreiklassenmedizin einführen und alles privatisieren, was einem vor die Flinte kommt; natürlich aber mit Ausfallshaftung durch den Bürger.

Anders sind diese Nebelgranaten nicht mehr erklärbar: Man bekommt mehr und mehr den Eindruck, dass hier konservative Politik unter dem Schutz der Ratingagenturen und der Finanzmarktkrise, die sie mit bedient und verursacht hat, eigentlich den Staat demontieren will zum Schaden der Bürger.

So wird Europa durch konservative Parteipolitikkaputt gemacht und abgewertet. Dies muss auch mal klar gesagt werden. Alternativen zum neoliberalen Oligopol der Ratingagentur sind in Entwicklung, so das Projekt einer gemeinnützigen Ratingagentur (ENRA) von der Deutschen Umweltstiftung.

Webtip > www.enra.deutscheumweltstiftung.de




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