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Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
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Geschäftsmodell Schnorren


Berlin (28.7.11): Im Moment wieder eine Plage. Das Geschäftsmodell Schnorren und Trittbrettfahren.
Man kennt dies. Jemand hat eine tolle Geschäftsidee im Sinne der Nachhaltigkeit, will die Welt und das Klima und am besten jedes kleine etwas an Säugetier retten und sucht freundlich formuliert Unterstützung.

Meist handelt es sich um Veranstaltungen, Konferenzen, Seminare u.a., wo man sich oft fragt, woher die Kompetenzen des Veranstalters überhaupt herkommen und noch viel mehr, die der Referenten. Aber, wenn diese mit demselben Modell eingefangen werden, dann referieren sie ja gratis, was meist die no-name Rallye erklärt.


Am besten dann, wenn der Veranstalter merkt, er könne auch selber mal nachhaltig agieren und dann sein Bio-Catering oder Klimakompension großartig auslobt. Es wäre so als ob ein Unternehmen auslobt, heuer wieder niemanden bestochen und alle Gesetze eingehalten zu haben. Bravo!

Aber die Dreistigkeit geht weiter: Ab und an schaffen dann die eine oder andere Veranstaltung sich zu verstetigen, man hat geholfen und beigetragen zur Bekanntheit, Social Media wurden ausgebeutet getarnt unter dem Sigel der "Freundschaft" und vieles mehr. Und da passiert es dann meist, der Schnorrer dreht sich ohne großes Danke um und nimmt die Zuwendungen und streicht die Gewinne ein und als vormaliger Unterstützer, Möglichmacher steht man dann ziemlich blöd da. Man ist wieder auf einen Schnorrer und Trittbrettfahrer reingefallen.

Aktuell wird die Szene mit solchen Projekten bzw. Veranstaltungen aus den Bereichen Kommunikation, Mode und Messe sehr damit geplagt. Ein wenig Zurückhaltung und mehr an die Tugend des do-ut-des wie Teilhabe denken, dann wird aus weniger vielleicht mehr.

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