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Grünes Fliegen und so


Berlin (11.1.12): Die Emissionszertifikate für Luftlinien werden nur eines bewirken: Sie machen die Airlines reicher. Von Christian Neugebauer
Nun sollen auch Fluglinien - eine Branche in Europa, die sich besonders vieler Subventionen und Privilegien in der EU erfreut - für ihre Emissionen zahlen. Sie müssen Zertifikate erwerben.

Ja, und das macht eben die Tickets teurer. Der Konsument nickt, ist halt für die Umwelt. Kann man nix machen. Und es geht ja um jeden Liter Kerosin. Da wird genau geschaut und gerechnet und gespart, so hofft man. Grundsätzlich ja eine gute Überlegung und ein guter Ansatz.


Tatsache ist aber, dass die Fluglinien diese Emissionszertifikate von der EU geschenkt bekommen (Basis ist ihr Verbrauch von 2004 bis 2010 und davon rund 80 %). Und, die die sie noch brauchen, erst 2013 zahlen müssen. Aber durchgereicht werden die Kosten jetzt schon. Das macht einen Extragewinn.

Der Grundfehler ist, dass diese Emissionszertifikate verschenkt statt auktioniert werden. Die Süddeutsche berichtet, dass erste Berechnungen am Beispiel von US-Airlines diesen einen Extragewinn von rund 2,7 Milliarden Euro bringen könnte. Dies für lau und nix.

Jetzt kommen dann noch, die verschiedenen Subventionen für "Bio"-was-auch-immer-in-den-Tank hinzu und schon gibt es ein neues Finanzierungsmodell für die Flugbranche auf Kosten der Allgemeinheit für den Gewinn von wenigen. Also, wieder mal Neoliberalismus wie man ihn kennt: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Mit dieser verqueren Subventionspolitik und Gesetzeslage werden daher die falschen Anreize gesetzt, die nicht zu Innovation und Nachhaltigkeit führen.



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