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Nachhaltige Unternehmen müssen nachhaltig werden


Berlin (12.6.11): s türmt sich langsam und man muss den nach Eigenangaben und Eigenwerbung tönenden Unternehmen der Nachhaltigkeit auf die Fingerschauen und auch drauf klopfen. Von Christian Neugebauer
Nach Alnatura kommt nun BIO COMPANY in die Schlagzeilen. Es werden teilweise Dumpinglöhne bezahlt, die heute sich nicht mal mehr LIDL und Co trauen würden.

Nicht viel besser sieht es beispielsweise in der Getränkeindustrie aus, wo nach wie vor BIONADE behauptet, ein Familienunternehmen zu sein, was nach Beteiligung eines Konzerns so nicht stimmt.


Ebenso die ökologische Modeindustrie, die durch einen Skandal nach dem anderen erschüttert wird bis hin zum Bio-Eier Betrug von Velbeter oder LICHTBLICK mit seiner einstigen Ansage zu 100% erneuerbare Energie zu liefern, aber dann doch einen konventionellen Stromanteil einräumen musste.

Ganz zu schweigen von der gefühlten Greenwashing-Plattformen UTOPIA oder das Heer gewendeter Professoren und Wirtschaftsprüfer, die plötzlich die Nachhaltigkeit entdecken und als zu ihrer DNA gehörig beschreiben, was nebenher bemerkt ein ziemlicher unsinniger Anspruch wie Ausspruch ist, da er einen Biologismus unterlegt: Die Metapher ist daher bestenfalls schief und falsch, im schlechtesten Fall leistet sie einer biologistischen Argumentation Vorschub, was in Zusammenhang mit Unternehmen völliger Blödsinn ist. Und von einigen Unternehmen der Solarbranche ganz zu schweigen, die sich zunehmend sektenhaft verhalten.

Es ist nun an der Zeit, hier kritisch aufzuschlagen und klare Worte zu finden. Das Hutschen und Eier, Wonne, Waschtrog sind definitiv vorbei und Unternehmen, die behauten nachhaltig zu sein, werden und müssen sich kritische Fragen gefallen lassen, denn „Die Guten“ sind sie per se nicht mehr.


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