Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
KOMMENTARE

Nur mehr Betrug? Wo sind die Staatsanwälte?!


Berlin (7.11.11): Vorige Woche erfuhr man von einem Rechenfehler, der 55 Milliarden Euro schwer war. Der Tage, dass Energiekonzerne angeblich nicht ganz so korrekte Zahlen gemeldet haben sollen.
Ob da bewusster Betrug und Täuschung dahinter stand, werden wohl bald hoffentlich Gerichte zu klären haben, denn man muss bei einem hochbezahltem Topmanagement davon ausgehen, dass es die vier Grundrechnungsarten beherrscht, die zudem zur Kernkompetenz eines jeden Finanzunternehmen gehören müssen.

Kurz: Da gibt es keine Ausreden und auf irgendwelche Software schon gar nicht. Das ist Quatsch. Die Kammer der Wirtschaftsprüfer hat jedenfalls schon das Verfahren gegen PwC eröffnet, was grundsätzlich gut ist.


Aktuell kündigt sich ein zweiter Rechenfehler an. So sollen die vier großen Stromkonzerne in Absicht falsche Zahlen an das Bundeskartellamt abgeliefert haben. Diesen Verdacht erhebt die Anwaltskanzlei Becker, Büttner & Held in einem Gutachten. Wird es wieder auf einen – upps, upps, upps – Rechenfehler rauslaufen?

Rechenfehler wohin man blickt? Früher hat man das einfach Betrug genannt. Wenn man im Gasthaus war, seine Bestellung gab und dann die Rechnung mit doppelten Betrag erhielt, dann war und ist es Betrug.

Dazu ein Zitat aus dem Rechtswörterbuch: „Der Tatbestand des Betruges ist in § 263 StGB normiert. Voraussetzung für den Betrug ist zunächst eine Täuschungshandlung des Täters. Darunter versteht man das intellektuelle Einwirken auf das Vorstellungsbild eines anderen, z.B. durch Vorspiegeln, konkludentes Verhalten oder Unterlassen der Aufklärung. 
Durch die Täuschungshandlung muss beim anderen ein Irrtum hervorgerufen oder Unterhalten werden. Aufgrund des Irrtums muss eine Vermögensverfügung stattfinden. Hierbei handelt es sich um ein ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal. Als Vermögensverfügung wird jedes Handeln, Dulden oder Unterlassen angesehen, das unmittelbar zu einer Vermögensminderung führt. Einer Vermögensminderung steht eine Vermögensverfügung gleich.”

Und auch den konventionellen Mainstream-Medien muss man hier schwere Vorwürfe machen, den sie benennen nicht mehr die Dinge, was sie eigentlich darstellen und betrachten nicht die Konsequenz der vielen, vielen Rechenfehler. Denn, dass plötzlich eine an Top-Universitäten ausgebildete Finanzelite nicht mehr die vier Grundrechnungsarten beherrscht, kann nicht sein. Somit kann kein “Upss, Rechenfehler” gelten. Nicht in dieser Position. Und in der Grundschule geht dies auch nicht nach abgegebener Mathearbeit. Da hat man dann halt eine 6. Ein nachträgliches “Upps-Rechenfehler” wird dann von der Lehrerin mit “Eben und darum 6” quittiert. So, und nicht anders.

Wenn man auf die oben geführte Definition von Betrug abstellt, dann sind eigentlich alle Voraussetzungen erfüllt, dass eine unabhängige Staatsanwalt schleunigst – wegen Verdunkelungsgefahr – tätig wird. Staatsanwaltschaften, bitte übernehmen.


<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Banken-Run, Wachstum und Nachhaltigkeit
>Wahlen ohne Bürger?
>Grass, Israel und Deutsche Umweltstiftung
>Mohammedkarikaturen zu zeigen, ist legitim
>Was geht noch in Berlin?
>Wahl in Europa
>Der lange Abschied vom Zunftgedanken in Österreich
>Abschied von Markwirtschaft und Nachhaltigkeit
>40 % Wirkungsgrad
>Piratenpartei und Antisemitismus
>Einfach verbieten
>First Solar flüchtet aus Deutschland
>An den Pranger: StudentInnen der FU Berlin
>Wachstum und Nachhaltigkeit
>Grass, Deutsche Umweltstiftung und Antisemitismus
>2013 kommt früher
>Auffanggesellschaft? Prima Idee, her damit für jeden
>Schwarz-Gelb weiter gegen Photovoltaik
>DAX-Konzerne und ihr Reichtum
>Antisemitismus in Medien: Mal wieder geschafft
>Der „grüne“ Feuilleton versteht die Welt nicht mehr
>Nach Bankenrettung Diskonterrettung?
>Wir wollen nicht länger Schlusslicht in Europa sein
>1 Billion Euro für die Banken
>Geheimgremium Euro, Verfassung und das liebe Geld
>Ich bitte um Verzeihung
>Sparpaket trifft Einpersonenunternehmen hart
>Europa versinkt in Korruption
>Gauck: Der Bürger als Präsident.
>Über den Zins
>In Griechenland wird eine Grundsatzfrage gestellt
>Vom Greenwashing zur Green-PR zur CSR
>Vereinigte Diktatoren der Welt
>Die Rede - Niemals vergessen
>Österreich zeigt heute seine zwei Gesichter
>Ungarn verabschiedet sich von Europa
>Europas Politiker alleine zu Hause
>Propädeutisches zum Begriff Nachhaltigkeit
>Grünes Fliegen und so
>Verfassungsschutz finanziert rechten Terror
>Jahresrückblick: Lückenbüßer von Staats wegen
>Jetzt muss Schluss sein bei der S-Bahn
>"Neue Rechte" und Utopia
>Ende vom Euro: Und was heißt das?
>Es war nicht „das Trio“ allein
>Wir brauchen ein nachhaltiges Europa
>Stuttgart 21
>Berliner Republik: Alte Hetzer werden neue Retter
>Die Krise ist eine Krise mangelnder Nachhaltigkeit
>Pannen-, Pech- und Pleitendienst
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"