„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – so trällerte die PR zur Fußball-WM in Deutschland vor vier Jahren. Ein bisschen Nestwärme im kalten Wind der Globalisierung und die gemütliche Idee, dass man mit der Welt nur etwas zu tun bekommt, wenn man sie einlädt, so der einleitende Anspruch der Macher/innen von der "globalen".
Vom 27. Mai bis 6. Juni findet in Berlin die 6. globale statt - mit rund 35 Filmprogrammen im Kino Moviemento, mit Workshops, Filmscreenings und Aktionen im öffentlichen Raum, und wie immer mit leidenschaftlichen Debatten. Vor allem auch mit Filmemacher/innen und anderen Gästen, die sich in ihrer Arbeit für eine solidarische Welt stark machen und in ihrer Kritik keine falschen Kompromisse eingehen.
Die Themen der globale10 sind in Stichworten: Gentrifizierung und Risikokapital Stadt, Privatisierung dessen, was allen gehört: Ein aktueller Fokus auf das Thema Bahnprivatisierung. Beispiel: Italien, Heimspiel: Berlin. Wer profitiert trotz Chaos? Und wie wird die Bahn unsere Bahn?. Weiters das Thema Arbeit: Kämpfe, Bedingungen Beispiele aus Mexiko, Indien und Deutschland zeigen konkrete Konflikte in globalisierten, aber lokal ausgefochtenen Arbeitsbeziehungen. Das Geschlechterverhältnisse findet ebenfalls Thematisierung: Care Work - Die Bedeutung von bezahlten Haus- und Pflegedienstleistungen hat global stark zugenommen. Wie die traditionell unbezahlte Reproduktionsarbeit wird diese Arbeit nahezu ausschließlich von Frauen geleistet. Weiters Themen wie Migration/Ausbeutung/Bilder-Politik/Deutsche Kolonialpolitik/Medienaktivismus, um nur einige weitere Schlagwörter der thematischen Vielfalt anzureißen.
Das Festival wird finanziert und ermöglicht durch die Zuwendungen verschiedener Stiftungen und die Beiträge von Kooperationspartnern. Hauptförderer der globale10 ist die Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt. Weitere Mittel kommen von NABU Deutschland, Hans-Böckler-Stiftung, TIEM – Team Integrated Environmental Monitoring, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Stiftung west-östliche Begegnungen sowie den Kooperationspartnern NABU Berlin, uqbar e.V. und Gesellschaft für bedrohte Völker – Büro Berlin.
Web > www.globale-filmfestival.org







