Der Bewegung geht es darum, neue Synergien zwischen Kunst und Ökologie, Wirtschaft und Ethik, Wissenschaft und Philosophie zu initiieren und umzusetzen. Konkret wurde dies erstmalig 1991 von dem Autor, Sammler und Kunstexperten Reinhardt Stefan Tomek am Beispiel einer Aktiengesellschaft als Gesamtkunstwerk beschrieben: „Wenn das bei des Kapitalismus liebstem Kind, einer komplizierten AG möglich wird, steht uns die Welt offen“, so Tomek, der oft in Vorständen und Aufsichtsräten von Aktiengesellschaften tätig war.
So kam es 1996 in Hamburg zur Gründung der ersten INtegrated ART Aktiengesellschaft, die in Schwerin im HR erstmalig registriert wurde. Die ersten Kunstaktien für das Gründungskapital wurden von Ulrich Schollmeyer (Dresden) gefertigt. In der Kunsthalle Kühlungsborn fand 2000 die erste Ausstellung und Performance statt, gestaltet vom Künstler Joy Lohmann (Hannover) als Vorsitzender des AR, inszeniert von R. S. Tomek und dem sächsische Philosophen Dr. Maik Hosang als Vorstände, unter der Intendanz vom Leiter der Kunsthalle Kühlungsborn Franz Kröger, gesponsert von Land und Stadtkreis.
Weitere öffentliche Aufmerksamkeit fand das Kunstprojekt 2001 bei der Documenta in Kassel. Das Kunstforum berichtete in einer Titelstory darüber.
Nach einer Zeit der Ruhe hat die Finanzkrise, die der Beginn einer gesellschaftlichen Wertschöpfungskrise ist, zur aktiven Belebung der INtegrated ART Bewegung und besonders der Aktiengesellschaft als Gesamtkunstwerk geführt.
Nach intensiven Verhandlungen mit renommierten Galerien und Künstlern wurde der österreichische Künstler Thomas Stimm (Christine König Galerie, Wien – vom Aufsichtsrat der INART AG unter Vorsitz des Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhardt Stefan Tomek am 13.04.2011 in den Vorstand gewählt.
Im Sinne der Konzeption ist die reale Integration des Künstlers in die Struktur und die gesetzlich vorgeschriebenen Gremien eine der Voraussetzungen für den künstlerischen Prozess. Auf diese Weise gestalten die Künstler die limitierten Grafiken, die zugleich Aktien sind, als Funktionäre der AG und als Künstler gemeinsam mit dem AR-Vorsitzenden, dem Gesetz entsprechend von beiden signiert und nummeriert.
Sie gestalten auch die Hauptversammlung, die am 18.06.2011 stattfindet, und die damit verbundenen gesetzlich vorgeschriebenen Rituale als eine Performance und ein Gesamtkunstwerk im Sinne des FLUXUS. Als perfekt passender „Spielort“ der Hauptversammlung konnte das Museum FLUXUS+, Potsdam gewonnen werden (Schiffbauergasse 4f, 14467 Potsdam).
Die Einladung dazu erfolgt - dem Gesetz entsprechend - im Bundesanzeiger, gestaltet von Thomas Stimm, und auf der website > www.integratedart.eu
So wird auch jeder Aktionär Teil des Fluxus-Kunstwerkes. Die Performance wird durch den bekannten Wiener Komponisten und Trompeter Franz Koglmann und den Dresdner Drummer und Perkussionisten „Baby“ Sommer musikalisch bereichert. Die daraus resultierende limitierte und von Koglmann signierte DVD wird das erste musikalische Medium der Welt sein, das gleichzeitig eine Aktie ist.
Das Kapital wird bei der Hauptversammlung am 18. Juni auf mindestens eine Million erhöht. Weitere Kapitalerhöhungen werden mit Aktiengrafiken namhafter Künstler folgen. Verhandlungen laufen mit Martin Walde, Wien und Gavin Turk, London (beide Galerie Krinziger, Wien) und dem Bulgaren Mladen Miljanovic, Banja Luka, Bosnien (Galerie Antje Wachs, Berlin).




