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Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
KULTUR

Rave-Stiftung investiert in die Nachwuchsförderung


Stuttgart (18.1.11): Aus rund 30 Anträgen hat die Rave-Stiftung im Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) für das Jahr 2011 fünf junge talentierte Kunstschaffende ausgewählt. Die Förderung bietet den Stipendiaten die Möglichkeit, sich für drei bis sechs Monate fachlich weiterzubilden, berufliche Kontakte in Deutschland zu knüpfen und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln.
Mit der in dieser Form einzigartigen Unterstützung von Nachwuchskräften, die in der Vermittlung und Realisierung von Ausstellungen Bildender Kunst tätig sind, gleicht die Rave-Stiftung einen Mangel an Ausbildungsmöglichkeiten in Transformations- und Entwicklungsländern aus und schließt eine Lücke im Förderungsdschungel des Kunstbereichs.

Die türkische Kuratorin Ece Pazarbasi wird den Berliner Projektraum Tanas unterstützen, der die Präsenz türkischer Gegenwartskunst in Berlin erweitern möchte. Die südafrikanische Kuratorin Mimi Cherono Ng‘ok kuratiert im Berliner SAVVY Contemporary die Kunstinstallation "Essays and Letters: May Ayim" in Zusammenarbeit mit Aicha Diallo. Die Kulturmanagerin Dwirahmi Suryandari aus Indonesien wird an drei Gastinstitutionen mit dem Schwerpunkt Museumpädagogik tätig sein. In den Restaurierungswerkstätten des Rheinischen Landesmuseum Trier arbeitet die serbische Konservatorin und Restauratorin Dragana Isljamovic. Das Stipendium des Restaurators Rasmané Zongo aus Burkina Faso wird aufgrund seiner herausragenden Eignung als Multiplikator des Wissens über Restauration in Westafrika verlängert; in Westafrika besteht ein großer Bedarf an Weiterbildungen dieser Art. Zongo wird 2011 erneut in den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen seine Fähigkeiten einsetzen.


Das Stipendium der Rave-Stiftung ermöglicht den jungen Kuratoren, Restauratoren, Museumstechnikern und Kulturmanagern, eine Hospitanz oder eine unentgeltliche Mitarbeit an einer deutschen nicht kommerziellen Institution im Bereich der Bildenden Kunst wahrzunehmen.

Die Träger

Das Stiftungsvolumen der im Jahr 2001 gegründeten Rave-Stiftung geht auf eine Zustiftung des Kaufmanns Alexander Rave aus dem Jahr 1942 zurück. Die Stiftung hat den Zweck, Aus- und Fortbildung in Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur zu fördern. Neben der Förderung von Nachwuchskräften aus der kuratorischen Praxis, der Museumstechnik, der Restauration und dem Kulturmanagement vergibt die Rave-Stiftung einen jährlichen Forschungspreis für die beste Nachwuchsarbeit (Magister-, Diplom-, Masterarbeit oder Dissertation) zu einem Thema der Auswärtigen Kulturpolitik und unterstützt den Wissenschaftlichen Initiativkreis Kultur und Außenpolitik des ifa. Das Institut für Auslandsbeziehungen e.V. (ifa) engagiert sich weltweit für Kunstaustausch, den Dialog der Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Das ifa ist die älteste deutsche Mittlerorganisation für Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik und wird vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.


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