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ÖKOLOGIE

 

30 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr weniger


Berlin (14.11.11): Bei der Klimakonferenz, die vom 28. November bis 9. Dezember 2011 im südafrikanischen Durban stattfindet, werden die Weichen für die Zukunft der internationalen Klimapolitik gestellt. Wird Klimaschutz ab jetzt im nationalen Alleingang gemacht oder als globale Aufgabe verstanden?
Neben der Zukunft des Kyoto Protokolls wird es in Durban auch um ein internationales Klimaschutzabkommen bei der Klimarahmenkonvention gehen. Solch ein Abkommen könnte Emissionsreduktionsverpflichtungen für Nicht-Industrieländer und für alle Länder, die die zweite Verpflichtungsperiode des Kyoto Protokolls nicht unterschreiben, enthalten.

Finanzzusagen für den Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern müssten in einem solchen Abkommen auch enthalten sein. 

Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass ein solches Abkommen bereits in Durban zustande kommt. Wahrscheinlicher ist, dass die Regierungsvertreter in Durban ein Mandat für die Verabschiedung eines solchen Abkommens in den nächsten Jahren unterzeichnen.


Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat daher eine neue Kampagne zum Stromsparen gestartet. Unter dem Motto „Gib mir Zehn!“ soll erreicht werden, dass der Stromverbrauch in Deutschland um zehn Prozent verringert wird. Der Stromverbrauch sei hierzulande aktuell für fast die Hälfte der CO2-Emissionen verantwortlich.

Wenn im Jahr 2020 im Vergleich zu 2008 ein Zehntel weniger Strom benötigt werde, ließen sich jährlich rund 30 Millionen Tonnen des Klimagases CO2 vermeiden. Würden sämtliche Stromsparpotentiale in Industrie und Haushalten mobilisiert, seien weitere Einsparungen möglich, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger in Berlin. Weiger forderte die Bundesregierung auf, das Stromsparen stärker als bisher auf der politischen Ebene zu fördern. Der BUND fordert unter anderem die schnelle Einführung eines sogenannten „Top-Runner-Programms“, das nach japanischem Vorbild Strom sparende Elektrogeräte zum Standard erhebt und damit Strom fressende Geräte vom Markt verdrängt.

Nur mit einem umfangreichen gesetzlichen Maßnahmenpaket zum Stromsparen lasse sich das nationale Klimaziel einer CO2-Minderung von 40 Prozent im Vergleich zu 1990 bis 2020 auch tatsächlich erreichen, sagte Weiger.

Dazu gehöre u.a. die Umsetzung der von EU-Energiekommissar Günther Oettinger vorgeschlagenen Effizienzrichtlinie. Außerdem könnten Vorgaben im öffentlichen Beschaffungswesen zum Einsatz sparsamster Techniken und der Auftrag an Energieunternehmen, Verbrauchern Anreize zum Stromsparen zu bieten die Ziele des "Top-Runner-Programms" entscheidend unterstützen, so der BUND-Vorsitzende. Bislang stelle sich die Bundesregierung jedoch gegen entsprechende Vorschläge aus Brüssel.

„Mehr Energieeffizienz ist eine Win-Win-Situation für alle. Die Verbraucher freuen sich über die Ersparnisse auf ihrer Stromrechnung, Unternehmen sichern mit innovativen Produkten Arbeitsplätze und nicht zuletzt belasten viele Millionen Tonnen Treibhausgase weniger die Atmosphäre. Zum kommenden Weltklimagipfel in Südafrika wäre dies ein wichtiges Zeichen“, sagte Weigre.




(Quelle: BUND)

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