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Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Feinstaubkrise durch Strassenbau


Wien (22.11.11): Die derzeit viel zu hohe Feinstaubbelastung sei ein Versagen der Verkehrspolitik in Österreich, also nix neues. Greenpeace fordert Umweltzonen und Straßenbaustopp
Die Umweltschutzorganisation fordert daher, dass endlich wirksame Maßnahmen im Verkehrsbereich gesetzt werden. Das Einführen von Umweltzonen und das innerstädtische Fahrverbot für Fahrzeuge mit zu hohen Abgas-Emissionen sind Maßnahmen, die etwa in einigen Städten Deutschland bereits umgesetzt wurden.

„Wenn man die politische Tatenlosigkeit der letzten Jahre kombiniert mit der jetzigen Wettersituation betrachtet, darf man sich nicht wundern, dass wir derzeit im Smog versinken“, so Jurrien Westerhof, Klima- und Energieexperte von Greenpeace. „Was wir für eine wirksame Feinstaub-Reduzierung dringend brauchen, sind effektive Maßnahmen gegen die hohe Abgasbelastung“, so der Greenpeace-Experte und fordert eine rasche Umsetzung von Umweltzonen und den Stopp neuer Straßenbauprojekte.


Seit es Feinstaubmessungen gibt, ist bekannt, dass vor allem in den Städten in Becken-Lagen die Feinstaubbelastung im Winter viel zu hoch ist. Die Verantwortung liegt hier bei den Bundesländern, die dafür zuständig sind, wirksame Maßnahmenpakete gegen die Belastung zu schnüren und diese auch umzusetzen. „Die Maßnahmenpakete der Bundesländer beeindrucken seit Jahren durch ihre Länge, aber nicht durch ihre Wirksamkeit“, kommentiert Westerhof. „Wirklich effektive Maßnahmen wie Verkehrsbeschränkungen wurden bisher jedoch noch nicht umgesetzt.“

Die aktuelle Verkehrspolitik in Österreich lässt vermuten, dass das Feinstaubproblem weiter bestehen bleibt, wie Jurrien Westerhof erklärt: „Überall in Österreich werden Regionalbahnen kaputtgespart und zugesperrt. Gleichzeitig investiert man in den Ausbau von Autobahnen, was zur Folge hat, dass Verkehr und damit Feinstaubbelastung zunehmen.“ Weiters führt die niedrige Diesel-Besteuerung dazu, dass sich viele Autofahrer für Diesel- statt Benzinfahrzeuge entscheiden, welche jedoch mehr Feinstaub ausstoßen.




(Quelle: Greenpeace CEE)

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