Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Klimaextreme verschärfen Armut und Hunger


Durban (28.11.11): Klimaextreme verschärfen zunehmend Armut und Hunger, arme und besonders gefährdete Länder müssen deshalb besser vor den Folgen der globalen Erwärmung geschützt werden.
Zur UN-Klimakonferenz in Durban (28.11.-9.12.2011) fordert Oxfam eine Erhöhung der Klimaschutzzusagen, ein eindeutiges Bekenntnis der Industrieländer zum Kyoto-Protokoll und Klarheit bei den langfristigen Klima-Hilfen für die armen Länder, einschließlich fester Zusagen für den Green Climate Fund. Erfolge sind in diesen drei zentralen Bereichen in Durban möglich - allerdings braucht es dazu mehr Ehrgeiz und mehr Flexibilität insbesondere von Europa, den Schwellenländern und den USA.

Kyoto-Protokoll wird Verhandlungen dominieren


Dominierendes Thema der Verhandlungen dürfte die Zukunft des Kyoto-Protokolls werden, des bisher einzigen weltweiten Klimaschutz-Vertrags, der aber nur die Industrieländer zur Absenkung ihrer Treibhausgasemissionen verpflichtet.

Oxfams Klima-Experte Jan Kowalzig sagt: „Ein klares Bekenntnis zur Verlängerung des Kyoto-Protokolls mit neuen Reduktionsverpflichtungen ist für die Bundesregierung und die Europäische Union ein unverzichtbarer Schritt. Wir brauchen mittelfristig aber auch ein weiteres Abkommen, in dem die teilweise sehr beachtlichen Klimaschutzzusagen der Schwellenländer festgehalten werden - und das Klimaschutzziel der USA, für die das Kyoto-Protokoll nicht gilt. Durban muss ein Verhandlungsmandat für solch ein neues Abkommen beschließen.“


Prof. Klaus Töpfer, Vize-Präsident der Welthungerhilfe: „Um ausreichende Ernährungssicherung nachhaltig zu sichern, brauchen wir vernetztes Denken und Handeln. Bisherige Strategien müssen mit der globalen Wasser-, Umwelt- und Energiepolitik verknüpft werden, denn Erderwärmung, Armut und Hunger sind ein Problem. Der Handlungsdruck ist immens, da das Fenster für die Erreichung des 2 Grad Zieles immer kleiner wird. Deshalb müssen wir alle jetzt handeln.“

Michael Kühn, Referent für Klimawandel bei der Welthungerhilfe: „In vielen unserer Projektländer sind die Folgen längst Alltag: Mehr und schlimmere Dürren, Überflutungen und Stürme, und stets müssen die ärmsten Menschen, weil sie sich am wenigsten schützen und anpassen können, am meisten darunter leiden.“

Ernährungssicherung in Entwicklungsländern ist ohne Anpassung an den Klimawandel nicht möglich. Die Welthungerhilfe ist dabei längst im Projektalltag auf vielen Ebenen aktiv: etwa beim Katastrophenschutz (z.B. Risikoanalysen, lokale Frühwarnsysteme oder Dämme) oder in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft (z.B. dürre-resistentes Saatgut, Bewässerung).

Von der Bundesregierung fordert die Welthungerhilfe einen größeren Einsatz für die genannten Ziele, besonders auch für die Finanzierung eines Klimafonds (Green Climate Fund) und dessen Umsetzung.




(Quellen: Oxfam, Welthungerhilfe)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Maisbeizmittel im Wintervorrat bedroht Biene
>Frankreich: Erneuerbare Energien im Vormarsch
>Kein großflächiger Gifteinsatz in deutschen Wäldern
>Ohne Quote geht es nicht: Quote für Wertstoffe
>Schmutzige Kreuzfahrten mit AIDA
>Japan fährt 54 AKWs in Rekordtempo runter
>Gemeinsame Aktion von WWF und Greenpeace
>Gute Autos können einen Monatslohn sparen
>Siemens: Wirkungsgrad PV-Module erhöht
>Regenwald in Brasilien: Kettensäge marsch!
>Offshore-Windparks und Natur: Geht das?
>"Bio"-Plastiktüten: Nun lenkt auch REWE ein
>NABU: Nachbesserungen bei Gebäudesanierung
>Hoffnung für Himalaya-Gletscher?
>Fangmüll wird entsorgt
>Anteil erneuerbare Energie steigt im Ländle
>Mit Bio- und Grünmüll richtig umgehen
>Ab morgen kein Fisch mehr
>Nachhaltige Fischerei - Alles Schmu?
>Moore können das Klima retten. Niedersachsen dagegen
>Österreich wird völlig frei von Atomstrom
>Kein EU-Geld für Atomkraftwerke
>Plastiktüte: Nix mit Bio
>2011 gehen Treibhausgase zurück
>Palmölboom tut Afrika nicht gut
>+1,6 Grad = kein Grönlandeis mehr
>Co2-Emmission sinkt
>Entwässerung Moore heizt Klima an
>Gas strömt in der Nordsee aus
>22. März: Weltwasstertag
>Weichmacher machen dick und Diabetes
>Marodes Hafendock könnte Ostsee bedrohen
>WWF-Studie: Wasserraub in Spanien
>Bienensterben in Österreich
>Behördenversagen in Thüringen
>Debatte Bioenergie
>Deutscher Katastrophenschutz für Atomunfall inexistent?
>Nachhaltiges Palmölsiegel gescheitert?
>Waldgesetz in Brasilien
>Umweltverbände sehen Laubwälder in Gefahr
>EU fischt Westafrika leer
>Mit Solarzellen 2ter Wahl Solarkraftwerk in Spanien
>Effiziente Computer: Sparen Strom und Rohstoffe
>BM Inneres: Nachhaltiges Beschaffungswesen
>Stadtwerke setzen auf Erneuerbare Energien
>Umfrage: 91% wollen Ausbau Erneuerbare Energie
>Ampel: Wald und Regierung
>Bioenergie versus Biolandbau
>Gammelfleisch bleibt
>Wenn Flüsse Schmerzen haben
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"