Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Klimaschutz ist gut für die Wirtschaft


Berlin (1.2.12): Eine heute in Brüssel vorgestellte Analyse der Europäischen Kommission über die ökonomischen Auswirkungen stärkeren Klimaschutzes ist laut Oxfam ein wichtiger Meilenstein für die längst überfällige Anhebung des EU-Klimaschutzziels auf 30 Prozent Treibhausgasreduktion bis 2020.
Laut der Studie würden zwar zusätzliche Investitionen nötig sein, um ein höheres EU-Klimaschutzziel zu erreichen. Diese dürften aber moderat ausfallen und würden durch positive Effekte wie etwa verringerte Luftverschmutzung und sinkender Energieverbrauch ausgeglichen.

So rechnet die Kommission vor, dass für ein höheres EU-Klimaschutzziel im Zeitraum 2016-2020 europaweit jährlich 18 Milliarden Euro an neuen Investitionen im Energiesektor nötig wären. Diese würden aber durch Einsparungen bei Energieverbrauch und sinkenden Importen von Öl und Gas aus dem nicht-europäischen Ausland in Höhe von jährlich knapp 20 Milliarden Euro ausgeglichen.


Die EU-Kommission warnt zudem, dass infolge der gegenwärtig schwachen Klimaziele die niedrigen Preise im Emissionshandel kaum Anreize für klimafreundliche Investitionen lieferten.

Es drohe ein „lock-in“-Effekt, wenn sich Klimaschutz-Investitionen wegen geringer Preise für die Verschmutzungsrechte nicht rechneten und stattdessen weiter in treibhausgasintensive Technologien wie z.B. neue Kohlekraftwerke investiert werde. Europa würde wegen der langen Investitionszyklen für Jahrzehnte auf einen klimaschädlichen Entwicklungspfad festgelegt.

Jan Kowalzig, Oxfams Klima-Experte, sagt: „"Nun ist es also offiziell: Ehrgeiziger Klimaschutz ist machbar und ökonomisch sinnvoll. Es steht zu hoffen, dass die Bundesregierung sich jetzt geschlossen die Anhebung der EU-Klimaziele auf mindestens 30 Prozent Reduktionen bis 2020 auf die Fahnen schreibt."

Neben dem Preissignal für klimafreundliche Investitionen der Wirtschaft hat ein erhöhtes EU-Klimaschutzziel auch eine zusätzliche, zentrale Bedeutung für die deutsche Energiewende nach Fukushima. Deren Finanzierung z.B. durch Förderprogramme soll unter anderem durch die Versteigerungserlöse aus dem Emissionshandel gedeckt werden.


Download Studie der EU > ec.europa.eu/clima/policies/package/docs/staff_working_doc_2012_en.pdf




(Quelle: OXFFAM)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Maisbeizmittel im Wintervorrat bedroht Biene
>Frankreich: Erneuerbare Energien im Vormarsch
>Kein großflächiger Gifteinsatz in deutschen Wäldern
>Ohne Quote geht es nicht: Quote für Wertstoffe
>Schmutzige Kreuzfahrten mit AIDA
>Japan fährt 54 AKWs in Rekordtempo runter
>Gemeinsame Aktion von WWF und Greenpeace
>Gute Autos können einen Monatslohn sparen
>Siemens: Wirkungsgrad PV-Module erhöht
>Regenwald in Brasilien: Kettensäge marsch!
>Offshore-Windparks und Natur: Geht das?
>"Bio"-Plastiktüten: Nun lenkt auch REWE ein
>NABU: Nachbesserungen bei Gebäudesanierung
>Hoffnung für Himalaya-Gletscher?
>Fangmüll wird entsorgt
>Anteil erneuerbare Energie steigt im Ländle
>Mit Bio- und Grünmüll richtig umgehen
>Ab morgen kein Fisch mehr
>Nachhaltige Fischerei - Alles Schmu?
>Moore können das Klima retten. Niedersachsen dagegen
>Österreich wird völlig frei von Atomstrom
>Kein EU-Geld für Atomkraftwerke
>Plastiktüte: Nix mit Bio
>2011 gehen Treibhausgase zurück
>Palmölboom tut Afrika nicht gut
>+1,6 Grad = kein Grönlandeis mehr
>Co2-Emmission sinkt
>Entwässerung Moore heizt Klima an
>Gas strömt in der Nordsee aus
>22. März: Weltwasstertag
>Weichmacher machen dick und Diabetes
>Marodes Hafendock könnte Ostsee bedrohen
>WWF-Studie: Wasserraub in Spanien
>Bienensterben in Österreich
>Behördenversagen in Thüringen
>Debatte Bioenergie
>Deutscher Katastrophenschutz für Atomunfall inexistent?
>Nachhaltiges Palmölsiegel gescheitert?
>Waldgesetz in Brasilien
>Umweltverbände sehen Laubwälder in Gefahr
>EU fischt Westafrika leer
>Mit Solarzellen 2ter Wahl Solarkraftwerk in Spanien
>Effiziente Computer: Sparen Strom und Rohstoffe
>BM Inneres: Nachhaltiges Beschaffungswesen
>Stadtwerke setzen auf Erneuerbare Energien
>Umfrage: 91% wollen Ausbau Erneuerbare Energie
>Ampel: Wald und Regierung
>Bioenergie versus Biolandbau
>Gammelfleisch bleibt
>Wenn Flüsse Schmerzen haben
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"