So rechnet die Kommission vor, dass für ein höheres EU-Klimaschutzziel im Zeitraum 2016-2020 europaweit jährlich 18 Milliarden Euro an neuen Investitionen im Energiesektor nötig wären. Diese würden aber durch Einsparungen bei Energieverbrauch und sinkenden Importen von Öl und Gas aus dem nicht-europäischen Ausland in Höhe von jährlich knapp 20 Milliarden Euro ausgeglichen.
Die EU-Kommission warnt zudem, dass infolge der gegenwärtig schwachen Klimaziele die niedrigen Preise im Emissionshandel kaum Anreize für klimafreundliche Investitionen lieferten.
Es drohe ein lock-in-Effekt, wenn sich Klimaschutz-Investitionen wegen geringer Preise für die Verschmutzungsrechte nicht rechneten und stattdessen weiter in treibhausgasintensive Technologien wie z.B. neue Kohlekraftwerke investiert werde. Europa würde wegen der langen Investitionszyklen für Jahrzehnte auf einen klimaschädlichen Entwicklungspfad festgelegt.
Jan Kowalzig, Oxfams Klima-Experte, sagt: "Nun ist es also offiziell: Ehrgeiziger Klimaschutz ist machbar und ökonomisch sinnvoll. Es steht zu hoffen, dass die Bundesregierung sich jetzt geschlossen die Anhebung der EU-Klimaziele auf mindestens 30 Prozent Reduktionen bis 2020 auf die Fahnen schreibt."
Neben dem Preissignal für klimafreundliche Investitionen der Wirtschaft hat ein erhöhtes EU-Klimaschutzziel auch eine zusätzliche, zentrale Bedeutung für die deutsche Energiewende nach Fukushima. Deren Finanzierung z.B. durch Förderprogramme soll unter anderem durch die Versteigerungserlöse aus dem Emissionshandel gedeckt werden.
Download Studie der EU > ec.europa.eu/clima/policies/package/docs/staff_working_doc_2012_en.pdf
(Quelle: OXFFAM)




