Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Schlechtes Zeugnis für Tunfisch in der Dose


Wien (28.11.11): Die kürzlich veröffentlichten Greenpeace-Testergebnisse werfen kein gutes Licht auf das Tunfisch-Sortiment in heimischen Supermarktregalen.
Im Nachhaltigkeits-Check der Umweltorganisation schnitt mit „Vier Diamanten Tunfisch aus nachhaltiger Fischerei“ lediglich ein Produkt der getesteten achtzehn Marken als „grün“ ab.

Die Prüfkriterien beinhalteten Aspekte wie nachhaltiger Fischfang, transparente Kennzeichnung, Vermeidung von illegaler Fischerei und Herstellerverpflichtungen zur Verbesserung der Umweltfolgen des Tunfischfangs. Getestet wurden die in Österreich gängigsten Marken, darunter sowohl internationale Handelsmarken als auch Eigenmarken des Einzelhandels. Zwischen August und November 2011 wurde das Kleingedruckte auf Etiketten ausgewertet und die Informationen mittels Firmen-Webseiten sowie einem Fragebogen an die Hersteller ergänzt.


Die meisten Tunfischarten sind heillos überfischt, sagt Greenpeace. Hinzu kommt, dass der Großteil des in Österreich angebotenen Tunfischs mit Hilfe von sogenannten „Fischsammlern“ gefangen wird. Mit schwimmenden Plattformen werden dabei Scharen von schattensuchenden Meeresbewohnern angelockt.

Die Guten

Die gute Nachricht: Mittlerweile finden sich auch Alternativen in den heimischen Supermarktregalen. An die Spitze der Greenpeace-Rangliste und ganz knapp in den „grünen“ Bereich hat es „Vier Diamanten“ – die Marke des Tunfischdosen-Produzenten Princes – geschafft: Mit der konkreten Zusage, bis 2014 nur noch nachhaltig gefischten Tunfisch einzusetzen, konnte Princes ebenso punkten wie mit seinem nachhaltigen Skipjack-Tunfisch aus Angelfischerei. Allerdings gibt es auch für den Testsieger Verbesserungspotential: Ein Teil der Dosen aus der Princes-Produktion unter den Markennamen „Vier Diamanten“ und „Statesman“ stammt derzeit noch aus Ringwadenfischerei bei der „Fischsammler“ zum Einsatz kommen.

Mit weitaus mehr Verbesserungsbedarf landete der zweitgrößte Anbieter „Rio Mare“ im Mittelfeld der Rangliste. „Der neue Slogan von Rio Mare ‚Qualität mit Verantwortung‘ klingt zwar gut, Bolton will aber in Zukunft nur knapp die Hälfte seiner Tunfischdosen nachhaltig produzieren – das ist Augenwischerei. Ziel muss es sein, dass KonsumentInnen 100-prozentig nachhaltige Ware im Regal finden“, fordert Helms und rät den KonsumentInnen derzeit nur Skipjack-Tunfischdosen aus Angelfischerei zu kaufen, denn da gib es keinen Beifang.





(Quelle: Greenpeace CEE)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Maisbeizmittel im Wintervorrat bedroht Biene
>Frankreich: Erneuerbare Energien im Vormarsch
>Kein großflächiger Gifteinsatz in deutschen Wäldern
>Ohne Quote geht es nicht: Quote für Wertstoffe
>Schmutzige Kreuzfahrten mit AIDA
>Japan fährt 54 AKWs in Rekordtempo runter
>Gemeinsame Aktion von WWF und Greenpeace
>Gute Autos können einen Monatslohn sparen
>Siemens: Wirkungsgrad PV-Module erhöht
>Regenwald in Brasilien: Kettensäge marsch!
>Offshore-Windparks und Natur: Geht das?
>"Bio"-Plastiktüten: Nun lenkt auch REWE ein
>NABU: Nachbesserungen bei Gebäudesanierung
>Hoffnung für Himalaya-Gletscher?
>Fangmüll wird entsorgt
>Anteil erneuerbare Energie steigt im Ländle
>Mit Bio- und Grünmüll richtig umgehen
>Ab morgen kein Fisch mehr
>Nachhaltige Fischerei - Alles Schmu?
>Moore können das Klima retten. Niedersachsen dagegen
>Österreich wird völlig frei von Atomstrom
>Kein EU-Geld für Atomkraftwerke
>Plastiktüte: Nix mit Bio
>2011 gehen Treibhausgase zurück
>Palmölboom tut Afrika nicht gut
>+1,6 Grad = kein Grönlandeis mehr
>Co2-Emmission sinkt
>Entwässerung Moore heizt Klima an
>Gas strömt in der Nordsee aus
>22. März: Weltwasstertag
>Weichmacher machen dick und Diabetes
>Marodes Hafendock könnte Ostsee bedrohen
>WWF-Studie: Wasserraub in Spanien
>Bienensterben in Österreich
>Behördenversagen in Thüringen
>Debatte Bioenergie
>Deutscher Katastrophenschutz für Atomunfall inexistent?
>Nachhaltiges Palmölsiegel gescheitert?
>Waldgesetz in Brasilien
>Umweltverbände sehen Laubwälder in Gefahr
>EU fischt Westafrika leer
>Mit Solarzellen 2ter Wahl Solarkraftwerk in Spanien
>Effiziente Computer: Sparen Strom und Rohstoffe
>BM Inneres: Nachhaltiges Beschaffungswesen
>Stadtwerke setzen auf Erneuerbare Energien
>Umfrage: 91% wollen Ausbau Erneuerbare Energie
>Ampel: Wald und Regierung
>Bioenergie versus Biolandbau
>Gammelfleisch bleibt
>Wenn Flüsse Schmerzen haben
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"