Die Prüfkriterien beinhalteten Aspekte wie nachhaltiger Fischfang, transparente Kennzeichnung, Vermeidung von illegaler Fischerei und Herstellerverpflichtungen zur Verbesserung der Umweltfolgen des Tunfischfangs. Getestet wurden die in Österreich gängigsten Marken, darunter sowohl internationale Handelsmarken als auch Eigenmarken des Einzelhandels. Zwischen August und November 2011 wurde das Kleingedruckte auf Etiketten ausgewertet und die Informationen mittels Firmen-Webseiten sowie einem Fragebogen an die Hersteller ergänzt.
Die meisten Tunfischarten sind heillos überfischt, sagt Greenpeace. Hinzu kommt, dass der Großteil des in Österreich angebotenen Tunfischs mit Hilfe von sogenannten „Fischsammlern“ gefangen wird. Mit schwimmenden Plattformen werden dabei Scharen von schattensuchenden Meeresbewohnern angelockt.
Die Guten
Die gute Nachricht: Mittlerweile finden sich auch Alternativen in den heimischen Supermarktregalen. An die Spitze der Greenpeace-Rangliste und ganz knapp in den „grünen“ Bereich hat es „Vier Diamanten“ – die Marke des Tunfischdosen-Produzenten Princes – geschafft: Mit der konkreten Zusage, bis 2014 nur noch nachhaltig gefischten Tunfisch einzusetzen, konnte Princes ebenso punkten wie mit seinem nachhaltigen Skipjack-Tunfisch aus Angelfischerei. Allerdings gibt es auch für den Testsieger Verbesserungspotential: Ein Teil der Dosen aus der Princes-Produktion unter den Markennamen „Vier Diamanten“ und „Statesman“ stammt derzeit noch aus Ringwadenfischerei bei der „Fischsammler“ zum Einsatz kommen.
Mit weitaus mehr Verbesserungsbedarf landete der zweitgrößte Anbieter „Rio Mare“ im Mittelfeld der Rangliste. „Der neue Slogan von Rio Mare ‚Qualität mit Verantwortung‘ klingt zwar gut, Bolton will aber in Zukunft nur knapp die Hälfte seiner Tunfischdosen nachhaltig produzieren – das ist Augenwischerei. Ziel muss es sein, dass KonsumentInnen 100-prozentig nachhaltige Ware im Regal finden“, fordert Helms und rät den KonsumentInnen derzeit nur Skipjack-Tunfischdosen aus Angelfischerei zu kaufen, denn da gib es keinen Beifang.
(Quelle: Greenpeace CEE)




