Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Studie: Welche Staaten sind attraktiv für Solarenergie?


Zürich (1.12.11): Eine aktuelle Studie der Bank Sarasin setzt sich mit der Frage auseinander, welche Staaten besonders gut sind für Solarstrom?
Für Hersteller von Photovoltaik (PV)-Modulen und Projektentwickler besonders gesucht sind attraktive Absatzmärkte mit geringen Risiken und guten Renditen. Also gemähte Wiesen, wie man so schön sagt.

In der Nachhaltigkeitsstudie «Solarwirtschaft: Hartes Marktumfeld – Kampf um die Spitzenplätze» hat die Bank Sarasin die 20 interessantesten PV-Märkte untersucht und in einer Länderattraktivitäts-Matrix dargestellt. Trotz Wachstumsabschwächung zeigen bestehende Märkte wie Deutschland, Italien oder Frankreich weiterhin viel Potenzial. Interessant sind zudem neue Wachstumsmärkte wie USA, China und Indien. Die sonnigen Länder wie Griechenland oder Portugal verfügen hingegen noch über hohe administrative Hürden. Bei niedrigstem Risikoprofil für Kleinanlagen weist die Schweiz eine attraktive Rendite auf.


Die Reduktion der Einspeisetarife in verschiedenen Ländern, wie Deutschland, Tschechien oder Frankreich, setzte sich 2011 fort und bremste das Wachstum der globalen PV-Installationen.

Große Märkte wie Deutschland, Italien und Frankreich werden auch 2012 attraktiv bleiben und absolut gesehen eine wichtige Rolle spielen – wenn auch in Zukunft nicht mehr mit gleich hohen Zuwachsraten wie in den vergangenen Jahren gerechnet werden kann. Deutschland hat auf den Jahreswechsel und per Mitte 2012 Reduktionen der Einspeisetarife angekündigt, bleibt jedoch weiterhin attraktiv und gehört bis 2013 immer noch zu den größten Absatzmärkten. Auch Italien wird ab kommendem Jahr die Einspeisetarife alle sechs Monate reduzieren und 2017 vollständig auslaufen lassen. Dies wird zu einem Rückgang der neu installierten Leistung führen. Zusätzlich nehmen aufgrund der Schuldenkrise und des wachsenden Solarstromanteils auch die staatlichen und die technischen Risiken zu. Auch Frankreich passt das Einspeisesystem an. Die Renditechancen, gemessen am IRR, für Klein- und Großanlagen liegen deshalb am unteren Ende der Skala.

USA, Indien und China boomen

Der US-Markt hat sich über die letzten Jahre stark verändert und könnte mengenmäßig nächstes Jahr weltweit unter die ersten drei Märkte für Freiflächenanlagen vorstoßen.

Die Bank Sarasin sieht im US-Markt für alle Anlagegrößen eine attraktive Mischung aus einem hohen Wachstumspotenzial, durchschnittlichen Renditechancen und einem relativ tiefen Risikoprofil. Zu den aufstrebenden PV-Absatzmärkten gehören gemäß der Studie auch Indien und China. 2010 hat Indien rund 80 Megawatt (MW) neue PV-Leistung installiert. Die Zielsetzungen der Zentralregierung für das Jahr 2022 liegen jedoch bei 20 Gigawatt installierter Solarenergie-Leistung. Dazu muss die indische Regierung aber die administrativen Prozesse vereinfachen und eine verbesserte Netzanbindung von PV-Anlagen garantieren. Verheißungsvoll sind auch die Bedingungen in China. Für 2011 liegen die Schätzungen bei 1 950 MW und für 2012 bei 2 500 MW.

Sonnige PV-Märkte mit hohen administrativen Hürden

Verschiedene Länder wie Griechenland, Portugal, die Türkei und Südafrika liegen in Regionen mit hoher Sonneneinstrahlung und hätten daher optimale Bedingungen für die PV-Industrie. Doch bis jetzt konnten sich diese Länder als PV-Märkte noch nicht entfalten. Dies ist hauptsächlich auf ungenügende Förderprogramme, hohe administrative Hürden und einen unreifen Markt zurückzuführen.




(Quelle: Bank Sarasin)


<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Maisbeizmittel im Wintervorrat bedroht Biene
>Frankreich: Erneuerbare Energien im Vormarsch
>Kein großflächiger Gifteinsatz in deutschen Wäldern
>Ohne Quote geht es nicht: Quote für Wertstoffe
>Schmutzige Kreuzfahrten mit AIDA
>Japan fährt 54 AKWs in Rekordtempo runter
>Gemeinsame Aktion von WWF und Greenpeace
>Gute Autos können einen Monatslohn sparen
>Siemens: Wirkungsgrad PV-Module erhöht
>Regenwald in Brasilien: Kettensäge marsch!
>Offshore-Windparks und Natur: Geht das?
>"Bio"-Plastiktüten: Nun lenkt auch REWE ein
>NABU: Nachbesserungen bei Gebäudesanierung
>Hoffnung für Himalaya-Gletscher?
>Fangmüll wird entsorgt
>Anteil erneuerbare Energie steigt im Ländle
>Mit Bio- und Grünmüll richtig umgehen
>Ab morgen kein Fisch mehr
>Nachhaltige Fischerei - Alles Schmu?
>Moore können das Klima retten. Niedersachsen dagegen
>Österreich wird völlig frei von Atomstrom
>Kein EU-Geld für Atomkraftwerke
>Plastiktüte: Nix mit Bio
>2011 gehen Treibhausgase zurück
>Palmölboom tut Afrika nicht gut
>+1,6 Grad = kein Grönlandeis mehr
>Co2-Emmission sinkt
>Entwässerung Moore heizt Klima an
>Gas strömt in der Nordsee aus
>22. März: Weltwasstertag
>Weichmacher machen dick und Diabetes
>Marodes Hafendock könnte Ostsee bedrohen
>WWF-Studie: Wasserraub in Spanien
>Bienensterben in Österreich
>Behördenversagen in Thüringen
>Debatte Bioenergie
>Deutscher Katastrophenschutz für Atomunfall inexistent?
>Nachhaltiges Palmölsiegel gescheitert?
>Waldgesetz in Brasilien
>Umweltverbände sehen Laubwälder in Gefahr
>EU fischt Westafrika leer
>Mit Solarzellen 2ter Wahl Solarkraftwerk in Spanien
>Effiziente Computer: Sparen Strom und Rohstoffe
>BM Inneres: Nachhaltiges Beschaffungswesen
>Stadtwerke setzen auf Erneuerbare Energien
>Umfrage: 91% wollen Ausbau Erneuerbare Energie
>Ampel: Wald und Regierung
>Bioenergie versus Biolandbau
>Gammelfleisch bleibt
>Wenn Flüsse Schmerzen haben
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"