Demnach finden 69 Prozent der Befragten nicht, dass die Politik die Solarenergie zu schnell ausbaut. Vor dem Hintergrund der aktuellen Forderungen von Bundeswirtschaftsminister Rösler, die Solarstromförderung sehr stark zu kürzen, sind die Antworten von besonderer Brisanz.
Rund 60 Prozent der Bundesbürger vertreten zudem die Meinung, die Politik tue zu wenig für den Ausbau der Photovoltaik. Sie sprechen sich nach Ansicht des Verbandes damit indirekt auch gegen noch schärfere Einschnitte bei der Solarförderung aus, wie sie derzeit von Teilen der Bundesregierung geplant und aktuell zwischen Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium verhandelt werden.
Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) sieht durch die Forderungen von Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, die Solarförderung hart zu beschneiden, die Energiewende und die Solarwirtschaft in Deutschland mit über 100.000 Arbeitsplätzen in ernster Gefahr.
Der Zusammenschluss von über 800 Solarunternehmen appelliert vor dem Hintergrund der aktuellen Umfrage-Ergebnisse erneut an den Wirtschaftsminister, die Energiewende nicht weiter zu gefährden.
Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar: „Die Ergebnisse zeigen einmal mehr: Die überwältigende Mehrheit der Menschen will einen schnellen Ausbau der Solarenergie und weiß um ihre Bedeutung für den Erfolg der Energiewende. Solarenergie ist Bürgerenergie und erfreut sich einer sehr hohen Akzeptanz, auch im Vergleich mit anderen Energieformen. Sie erfordert relativ wenig Netzinfrastruktur, ist inzwischen preiswert und kann deshalb schnell ausgebaut werden.“
Derzeit werden in Deutschland rund eine Million Solarstromanlagen betrieben. Sie werden in diesem Jahr über vier Prozent des deutschen Strom-Bedarfs decken. Branchenziel ist es, ihren Anteil bis 2020 auf über 10 Prozent auszubauen.
(Quelle: BSW-Solar)




