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Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

Unanständig: EDF spioniert Greenpeace aus


Paris/Berlin (26.10.11): Nicht zum ersten Mal wurde versucht, Greenpeace auszuspionieren, und wohl auch nicht zum letzten Mal: Diesmal der französische Atomstromkonzern EDF. Klage ist schon unterwegs.
Der Spionageangriff des französischen Energiekonzerns Électricité de France (EdF) auf die Umweltorganisation Greenpeace reicht bereits ins Jahr 2006 zurück. Damals beauftragten die Sicherheitschefs der EdF eine Privatfirma, in den Computer des damaligen Kampagnenchefs von Greenpeace Yannick Jadot einzudringen.

Die Ermittlungen begannen im April 2009 und jetzt forderte die Staatsanwaltschaft in Nanterre eine Geldstrafe in Höhe von 1,5 Millionen Euro und Haftstrafen für die beiden damaligen Sicherheitschefs der EdF.


Seit Jahren arbeitet Greenpeace gegen das Vorhaben von EdF, in Flamenville das erste Atomkraftwerk in Frankreich seit 20 Jahren zu bauen. Greenpeace kritisiert dabei unter anderem den unverantwortlichen Umgang von EdF mit der Risikotechnologie Atomkraft: vom Betrieb der störfallgeplagten Atommeiler über die radioaktiven Verseuchungen durch die Wiederaufarbeitungsanlage von La Hague bis hin zum Bau des neuen Atomreaktors in Flamenville.

„Statt sich demokratisch mit den Argumenten ihrer Kritiker wie Greenpeace auseinanderzusetzen, zieht EdF offenbar Stasi-Methoden vor“, so Steffen Nichtenberger, Kommunikationschef von Greenpeace. „Es ist erschreckend, dass es in unserer Industriegesellschaft Großkonzerne offensichtlich zunehmend für normal halten, ihre Mitarbeiter und zivilgesellschaftliche Organisationen auszuspionieren. Eine Strafe in Millionenhöhe ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, dieser Vorgehensweise einen Riegel vorzuschieben“, führt Nichtenberger aus.




(Quelle: Greenpeace CEE)

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