Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
ÖKOLOGIE

WWF-Bericht: Wald und Klima


Berlin (29.11.11): Die weltweite Entwaldung kann und muss bis 2020 gestoppt werden, zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht des WWF, der auf dem Klimagipfel in Durban vorgestellt wurde.
Gelingt es nicht die Kettensägen zu stoppen, hätte dies katastrophale Folgen. Der WWF rechnet bis 2030 mit einem Verlust von 1,25 Millionen Quadratkilometer Wald. Bereits bis 2020 müsse damit gerechnet werden, dass mehr als eine halbe Million Quadratkilometer Wald verloren gehen. Die gigantische Abholzung würde mehr Emissionen freisetzen als der gesamte Verkehr in der Welt.

Um dies zu verhindern, seien bis 2020 finanzielle Aufwendungen von 30 bis 50 Milliarden US-Dollar aus öffentlichen und privaten Geldern notwendig, so der WWF. „Die Kosten durch den Klimawandel würden ein Vielfaches ausmachen“, warnt Gerald Steindlegger, politischer Direktor der Wald- und Klimainitiative des WWF International.


Beim Waldschutz geht es nicht nur um die Lebensgrundlagen der Menschen und den Schutz der Artenvielfalt. Waldschutz bedeutet auch Klimaschutz, denn die Abholzung der Wälder macht nahezu ein Fünftel der weltweiten Treibhausgasemissionen aus. Ohne wirksamen Waldschutz, wie er auf der laufenden UN-Klimakonferenz in Durban beschlossen werden soll, würden bis 2030 rund 24 Gigatonnen CO2 freigesetzt werden, so der neue WWF -Bericht.

Beispiel: Der Kakamega-Regenwald im Westen Kenias. Das Bik-F führt beschreibend die aktuelle Situation aus: Er beherbergt eine hohe biologische Vielfalt, u.a. gibt es hier mehr als 400 Vogel- und mehr als 320 Ameisenarten. Doch der Lebensraum ist bedroht, denn die Fläche des Waldgebiets ist im letzten Jahrhundert um mehr als die Hälfte der früheren Ausdehnung geschrumpft. Aus dem einst geschlossenen Waldgebiet sind größere Waldinseln geworden, umgeben von einer Agrarlandschaft, in der vor allem Zuckerrohr und Mais angebaut wird. Der verbliebene Wald wird auch heutzutage von der Bevölkerung genutzt und trotz Schutzmaßnahmen werden immer wieder einzelne Bäume gefällt.

Der WWF argumentiert weiter: Die UN-Klimakonferenz COP 17 in Südafrika hat beim internationalen Waldschutz eine Schlüsselstellung. Der WWF ruft die Regierungen der Welt auf, die notwendigen finanziellen und technischen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen die Industrieländer ein Finanzierungsmodell vorlegen, nach dem die Entwicklungsländer für den Erhalt ihrer Wälder bezahlt werden. Ohne ein ausreichend dotiertes Instrument (REDD+) könne ein vollständiger Stopp der globalen Entwaldung nicht erreicht werden“.

Der WWF tritt in Durban für einen Entwaldungsstopp bis 2020 ein. Ein solches Ziel könnte die Grundlage liefern für einen wirksamen internationalen Waldschutz. Im Detail geht es bei den Verhandlungen in Durban um nachhaltige Landnutzung, Rechtssicherheit, genaue Kontrollen und um ein transparentes und durchsetzbares Waldmanagement. Auch die Märkte für Holz- und Landwirtschaftsprodukte müssen nach nachhaltigen Kriterien gestaltet werden. Besonders wichtig sind hier die Wahrung der Rechte von indigenen Völkern und der lokalen Gemeinden.




(Quelle: BiK-F, WWF Deutschland)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Maisbeizmittel im Wintervorrat bedroht Biene
>Frankreich: Erneuerbare Energien im Vormarsch
>Kein großflächiger Gifteinsatz in deutschen Wäldern
>Ohne Quote geht es nicht: Quote für Wertstoffe
>Schmutzige Kreuzfahrten mit AIDA
>Japan fährt 54 AKWs in Rekordtempo runter
>Gemeinsame Aktion von WWF und Greenpeace
>Gute Autos können einen Monatslohn sparen
>Siemens: Wirkungsgrad PV-Module erhöht
>Regenwald in Brasilien: Kettensäge marsch!
>Offshore-Windparks und Natur: Geht das?
>"Bio"-Plastiktüten: Nun lenkt auch REWE ein
>NABU: Nachbesserungen bei Gebäudesanierung
>Hoffnung für Himalaya-Gletscher?
>Fangmüll wird entsorgt
>Anteil erneuerbare Energie steigt im Ländle
>Mit Bio- und Grünmüll richtig umgehen
>Ab morgen kein Fisch mehr
>Nachhaltige Fischerei - Alles Schmu?
>Moore können das Klima retten. Niedersachsen dagegen
>Österreich wird völlig frei von Atomstrom
>Kein EU-Geld für Atomkraftwerke
>Plastiktüte: Nix mit Bio
>2011 gehen Treibhausgase zurück
>Palmölboom tut Afrika nicht gut
>+1,6 Grad = kein Grönlandeis mehr
>Co2-Emmission sinkt
>Entwässerung Moore heizt Klima an
>Gas strömt in der Nordsee aus
>22. März: Weltwasstertag
>Weichmacher machen dick und Diabetes
>Marodes Hafendock könnte Ostsee bedrohen
>WWF-Studie: Wasserraub in Spanien
>Bienensterben in Österreich
>Behördenversagen in Thüringen
>Debatte Bioenergie
>Deutscher Katastrophenschutz für Atomunfall inexistent?
>Nachhaltiges Palmölsiegel gescheitert?
>Waldgesetz in Brasilien
>Umweltverbände sehen Laubwälder in Gefahr
>EU fischt Westafrika leer
>Mit Solarzellen 2ter Wahl Solarkraftwerk in Spanien
>Effiziente Computer: Sparen Strom und Rohstoffe
>BM Inneres: Nachhaltiges Beschaffungswesen
>Stadtwerke setzen auf Erneuerbare Energien
>Umfrage: 91% wollen Ausbau Erneuerbare Energie
>Ampel: Wald und Regierung
>Bioenergie versus Biolandbau
>Gammelfleisch bleibt
>Wenn Flüsse Schmerzen haben
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"