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POLITIK

Bild Ruben Neugebauer

 

Banken in die Schranken


Frankfurt/Berlin (14.11.11): Rund 18.000 Menschen kamen zu den beiden Kundgebungen in Berlin und Frankfurt: Banken in die Schranken.
Als großen Erfolg wertet das Aktionsbündnis "Banken in die Schranken" die Umzingelungen des Berliner Regierungsviertels und des Bankenzentrums in Frankfurt am Main am Samstag bei klirrender Kälte. Insgesamt 18.000 Menschen haben sich an den beiden Menschenketten beteiligt – in Berlin waren es 8.000, in Frankfurt 10.000.

"Diese Resonanz zeigt: Immer mehr Menschen haben es satt, dass die Finanzmärkte die Politik vor sich hertreiben und Großbanken ganze Gesellschaften erpressen können. Als Bürgerinnen und Bürger fordern wir ein, was die Politiker bisher versäumt haben", sagte Max Bank vom globalisierungskritischen Netzwerk Attac.


"Banken und Konzerne dürfen Demokratie und Öffentlichkeit nicht länger auf der Nase rumtanzen! Tausende haben heute gefordert, dass die Regierung endlich grundlegende Konsequenzen aus der Krise zieht, die Finanzmärkte entwaffnet und die Banken in die Schranken weist", sagte Christoph Bautz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. Die Bundesregierung müsse sich endlich mit aller Kraft in der Euro-Zone und auf EU-Ebene für eine echte Regulierung der Finanzmärkte einsetzen, statt sich hinter Bremser-Staaten zu verstecken.

Das Bündnis "Banken in die Schranken" fordert von der Politik, Großbanken zu zerlegen und demokratischer Kontrolle zu unterwerfen, riskante und hoch spekulative Finanzinstrumente zu verbieten sowie die Profiteure der bisherigen Rettungsschirme endlich angemessen an den Krisenkosten zu beteiligen – unter anderem durch eine europaweite Vermögens- und eine Finanztransaktionssteuer.

"Die Proteste heute machen eine neue Dynamik deutlich: Akteure, die seit langem Position beziehen gegen die entfesselten Finanzmärkte und für eine Vermögensumverteilung, und die neue Occupy- und Demokratiebewegung ergänzen und verstärken sich gegenseitig", sagte Uwe Hiksch von den Naturfreunden Deutschlands.

Initiatoren der beiden Großaktionen waren Attac, das Kampagnennetzwerk Campact und die Naturfreunde Deutschlands. Zu den mehr als 25 Unterstützer-Organisationen gehörten unter anderem der DBG, Verdi Berlin, der Deutsche Naturschutzring, die Katholische Arbeitnehmerbewegung, das Inkota-Netzwerk, Fian, Terres des Hommes Deutschland, das Institut Solidarische Moderne sowie die Grüne Jugend, die Linksjugend und die Jusos.

In diesem Zusammenhang hat die Deutsche Umweltstiftung ihre Kampagne gestartet zur Gründung einer gemeinnützigen, nachhaltigen Ratingagentur, die aktuell unterstützt wird u.a. von Ernst Ulrich von Weizsäcker, Erhard Eppler oder Heide Simonis sowie weiteren rund 300 Persönlichkeiten aus der Welt der Nachhaltigkeit.

Web > www.enra.deutscheumweltstiftung.de




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