„Das ist schamlos“, „Die kriegen den Hals nicht voll“, „Ich habe das Vertrauen in die Politik verloren“, „Selbstbedienungsmentalität“, mit diesen und deutlich drastischeren Aussagen haben sich Bürger auf der Facebook-Seite „Gegen die NRW-Diätenerhöhung“ zu den Plänen gemeldet, die Diäten der Landtagsabgeordneten um monatlich 500 Euro zu erhöhen.
Ein Beispiel gerechnet vom Bund der Steuerzahler sieht folgend aus: Ein Abgeordneter, der 49 Jahre alt ist und 10 Jahre im Parlament bleibt, zahlt heute monatlich 1.614 Euro an das Versorgungswerk des Landtags. Geht er mit 65 Jahren in Rente, erhält er eine Altersversorgung von 1.251 Euro im Monat.
Künftig soll dieser Abgeordnete 500 Euro mehr ins Versorgungswerk einzahlen, also 2.114 Euro. Dann würde sich seine Rente auf 1.573 Euro erhöhen. Eine Wahlperiode im Landtag bringt also mehr Rente als 40 Jahre Verkäufer im Einzelhandel zu sein, so der Bund der Steuerzahler zusammenfassend.
All die Empörung ist berechtigt, aber mehr noch sollte man sich darüber empören, dass Politik eine Altersabsicherung beschlossen hat, die eine Eckrente von rund 300 Euro zuläßt und nach 40 Jahren Arbeit gerade mal rund 600 Euro Rente rausschauen läßt. Da liegt der Fehler und die Politik weiss dies auch, denn sonst würde sie sich nicht ihre Rente über den Umweg Diäten erhöhen lassen wollen.




