Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Donnerstag, 17. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
POLITIK

EU-Subventionen könnten Millionen grüne Jobs schaffen


Berlin (7.2.12): Und wieder beweist eine aktuelle Studie, dass durch die Umlenkung von EU-Subventionen Millionen von grünen Jobs geschaffen werden können.
Eine ökologische Umschichtung von nur 14 Prozent der derzeitigen Brüsseler Subventionen würde etwa eine halbe Million Arbeitsplätze schaffen, belegt eine vom NABU-Dachverband BirdLife International und anderen europäischen Umweltverbänden in Auftrag gegebene Studie, die am Mittwoch in Brüssel vorgestellt wird.

„Unsere Studie beweist: Wenn die EU auch nur einen geringen Teil ihrer Milliarden-Subventionen umlenken würde, dann könnten damit Millionen neue Jobs geschaffen werden und zugleich würde Europa vor teuren Umweltproblemen bewahrt“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke.


Zum Vergleich: Derzeit werden laut Schätzungen mit 78 Prozent des EU-Haushalts nicht mal 1,2 Millionen Jobs unterstützt. „Wir können es uns in Europa nicht mehr leisten, derart ineffizient mit unserem Geld umzugehen“, erklärt Konstantin Kreiser, EU-Haushaltsexperte beim NABU. „Die EU-Subventionen müssen dorthin fließen, wo dauerhaft Umweltschutz, Wirtschaft und Beschäftigung profitieren.“

So fordert der NABU für die laufenden Verhandlungen zum EU-Haushalt 2014-2020 die Bundesregierung auf, nicht nur von anderen ein verantwortungsvolles Haushalten zu fordern. „Es kann nicht sein, dass die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister europaweit Sparsamkeit propagieren, aber gleichzeitig zulassen, dass ein großer Teil unserer Steuergelder via Brüssel nach dem Prinzip Gießkanne verteilt werden“, kritisiert Tschimpke. „Ob bei der Agrar- oder der Regionalförderung, immer wenn es in Brüssel konkret wird, ist der Reformeifer der deutschen Minister dahin: Sie nehmen viel zu viel Rücksicht auf die Besitzstandswahrer zuhause und achten viel zu wenig auf die starken Umwelt- und Beschäftigungseffekte von „grünen“ Subventionen und Investitionen.“

Die vom britischen Institut GHK durchgeführte Studie zeigt, dass ein ökologischer Umbau von EU-Subventionen sich sofort sehr positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken würde - und diese Effekte sich langfristig noch verstärken, denn der schonendere Umgang mit Ressourcen wie Artenvielfalt, Wasser, Boden und Energie fördert erwiesenermaßen die dauerhafte Wirtschaftsentwicklung und damit auch den Arbeitsmarkt. Am Beispiel Naturschutz wird dies besonders deutlich: Würde die EU das Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 ausreichend finanzieren, könnten allein dadurch mindestens 180.000 Arbeitsplätze entstehen – und das kurzfristig, und vor allem in strukturschwachen Regionen. Unter anderem würden Tourismus und Landwirtschaft, aber auch die Bauwirtschaft und der lokale Dienstleistungssektor profitieren.

In diesem Zusammenhang fordert der NABU auch, dass die EU ihr Umweltförderprogamm LIFE mit mindestens 1Milliarde Euro jährlich für Naturschutzprojekte ausstattet. Derzeit sind es nur 120 Millionen Euro. Das entspricht nicht einmal 0,1Prozent des EU-Haushaltes – während jedes Jahr weit mehr als 50 Milliarden Euro aus Brüssel in die Landwirtschaft fließen, das entspricht satten 40 Prozent des EU-Budgets.




(Quelle: NABU)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Forsa: Keine Subventionen für Tierquäler und Umweltsünder
>Emissionshandel: Stromproduzenten müssen nun zahlen, aber
>Umfrage: Keine Humanbiotika für Tiere
>Alle Bundesminister sind Klimasünder
>Kritik an Merkels Energiepolitik
>E-Mobilitätsplattform: Warum Fördergeld für Porsche & Co?
>Bundesregierung unterstützt Deutschen Nachhaltigkeitskodex
>Reform Finanzaufsicht ohne Verbraucherschutz?
>Bürgerinitiative gegen Atomkraft
>Politik mag sich Korruption erhalten
>Röttgen: Plattform Erneuerbare Energie
>Geheimstudie in Sachen Atom-Gau
>Bienensterben und ein dummdreister Agropräsident
>Bundesregierung und Co2 Handel: Zuviele Zertifikate
>Umweltverbände reden nicht mehr mit Rösler
>Verfassungsbeschwerde gegen den Rettungsschirm
>Atomausstieg kostet bis zu 44 Milliarden Euro
>Globaler Demokratieabbau
>Solarstrom: Wer bitte knippst die Sonne noch ab?
>Will die Bundesregierung Korruption?
>Volksabstimmung zum Rettungsschirm gefordert
>Chancen des Energie- und Klimafonds heben
>Solarkürzung behutsamer
>Systematische Folter in Syrien
>Kommunale Unternehmen: Eigenes Energieministerium
>Fahrplan für die Energiewende
>Essen-Kampagne von Aigner ruft gemischte Reaktionen auf
>50.000 für Ende Atomkraft und für Energiewende
>Absichtserklärung: Bayern will Nr. 1 für Ökostrom werden
>Solarstromkürzung verschoben auf 1. April
>Kundgebung gegen Solarausstiegsgesetz
>Baden-Württemberg tritt Climate Group bei
>Umfrage: 2/3 halten Solarkürzungen für falsch
>Solarkürzungen überfordern Solarbranche
>18. Mai: Bankenblockade
>Transparency International: Politik muss integer werden
>Gefährden verantwortungslose Stromspekulanten Menschenleben?
>BUND kritisiert Rösler: 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr?
>Dresden, Löschen von Daten und Rechtsextremismus
>Kritik an Niebels Bildungsstragie
>EU-Subventionen könnten Millionen grüne Jobs schaffen
>Städte und Kommunen: Bündnis für Biodiversität
>Forderung: 1 Milliarde für Nachhaltigkeitsforschung
>"Wir sind die neuen Juden"
>Schröder im Glück:2 Millionen weniger für Zivilgesellschaft
>Es braucht ein Siegel für Ökostrom
>Gefahr für EEG und Energiewende
>Österreich will den Ball der Rechtsextremen durchtragen
>Bundesregierung: 400 Millionen für Gentechnik in Nahrung
>Umweltverbände: Forstwirtschaft zerstört Waldnaturerbe
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"