"Ich unterstütze die Einrichtung einer gemeinnützigen, nachhaltigen und europäischen Ratingagentur, denn die Ratings wie wir sie heute kennen, sind weder nachhaltig, noch fair oder transparent. Sie haben falsche Maßstäbe, die die Armut steigern, die Natur zerstören und die Realwirtschaft wie Staaten ruinieren.", so begründet Heiner Geißler (Bundesminister a.D.) sein gemeinsames Engagement mit Herbert Tumpel (Präsident der Bundesarbeitskammer, Wien), Josef Riegler (Vizekanzler a.D. Republik Österreich), Ernst Ulrich von Weizsäcker (UNEP), Erhard Eppler (vorm. Kirchentagspräsident und Bundesminister a.D.) und Heide Simonis (Ministerpräsidentin a.D.).
Herbert Tumpel, Präsident der Bundesarbeitskammer (Wien) erläutert seine Unterstützung für ENRA: „Es kann nicht sein, dass Ratingagenturen als private, gewinnorientierte Unternehmen, demokratisch legitimierte Regierungen in ihren wirtschafts- und finanzpolitischen Reformbemühungen torpedieren können.“
Im Aufruf heißt es u.a.: „Der Finanzmarkt ist außer Rand und Band. Wenige werden reich, viele werden ärmer. Das ist nicht fair, weshalb es Steuern für Vermögende und für Finanztransaktionen braucht. Beides wird kommen. Doch wird der Finanzmarkt damit fair und nachhaltig? Nein. Denn die Maßstäbe der Gier und des grenzenlosen Wachstums bleiben unberührt. Diese Maßstäbe werden definiert durch die großen Ratingagenturen, die im Dienste ihrer Auftraggeber stehen.
Wir rufen daher auf, eine nachhaltige, gemeinnützige, faire und transparente Ratingagentur zu gründen. Damit in Zukunft Geldanlagen und ihr Einsatz bewertet werden, ob sie
· nachhaltig sind
· die Schöpfung und die Natur wahren
· den Wohlstand für Alle mehren
· die Menschenrechte befördern
· und eine nachhaltige Realwirtschaft ermöglichen."
Träger der Initiative ist die Deutsche Umweltstiftung, die vor rund 30 Jahren gegründet wurde und durch Stifter wie Günter Grass, Heinrich Böll oder Petra Kelly möglich gemacht wurde.
Begleitet wird das ENRA-Projekt durch ein steering committee aus führenden grünen Finanzunternehmen, die allesamt auch Mitglieder im Wirtschaftsrat der Deutschen Umweltstiftung sind: EthikBank, ForestFinance Gruppe, MAMA AG, NFN AG und Triodos Bank.
Web > www.enra.deutscheumweltstiftung.de





