Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
POLITIK

NGOs gegen den Überwachungsstaat Österreich


Wien (31.10.11): Greenpeace und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International stellten der Tage gemeinsam mit dem Verfassungsrechtsexperten Univ. Prof. Bernd Funk sowie der ehemaligen ÖH-Vorsitzenden Sigrid Maurer die "Plattform gegen den Überwachungsstaat" vor. Die von NGOs gegründete Plattform richtet sich scharf gegen den aktuellen Entwurf des Sicherheitspolizeigesetzes.
Hintergrund zusätzlich ist, dass es einen Paragraphen gegen organisierte Kriminalität in Österreich gibt, der erstmalig Anwendung fand auf die Tätigkeit von Tierschutzorganisationen. Nach rund 3 Jahren Verfolgungsarbeit wurde die Anklage in allen Punkten fallen gelassen. Es war und ist ein Polizei- und Justizskandal, der sich da abgespielt hat. Viele fragen sich aktuell auf Grund der Schmiergeldaffäre rund um die ÖVP, ob man diese eigentlich nicht wegen organisierter Kriminalität anzuklagen habe, aber das ist ein anderes Kapitel möglicherweise.

Diese "Panne" will man offensichtlich nun Seitens der Regierung beheben, indem man nun ein entsprechendes Sicherheitspolizeigesetz nachschiebt, welches alle wesentlichen Bürgerfreiheiten unter dem Verdacht des Terrors aushebelt. Der hausübliche Vorwand für die Beschneidung von Bürgerrechten also: Anti-Terror.


"Unter dem Vorwand der Anti-Terror-Bekämpfung soll es zukünftig ermöglicht werden, politisch engagierte BürgerInnen, Gruppen und Organisationen unter polizeiliche und geheimdienstliche Kontrolle zu stellen. Der vorgelegte Entwurf ist kein Anti-Terror-Paket, sondern mutiert zu einem Anti-Grundrechts-Paket gegen kritische und engagierte BürgerInnen", so die VertreterInnen der Plattform Niklas Schinerl von Greenpeace und die Ex-ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer.

Der aktuelle Entwurf zur Verschärfung des Sicherheitspolizeigesetzes ist aus Sicht der Plattform mit einem demokratischen Rechtsstaat unvereinbar. "Dass der Verfassungsschutz versucht, politisches Engagement zu kriminalisieren, ist spätestens seit der Eintragung von ÖH-FunktionärInnen in die Extremismus-Datenbank klar. Nun wollen SPÖ und ÖVP derartig demokratiefeindliches Vorgehen auch noch zum Standard machen und politische AktivistInnen vorsorglich unter Generalbeobachtung stellen. Eine funktionierende Demokratie darf das nicht zulassen", so Sigrid Maurer.

Heinz Patzelt, Generalsekretär Amnesty International: "Dem aktuellen Gesetzesentwurf nach würden zivilgesellschaftliche Aktionen, wie etwa die Besetzung einer Baustelle eines neuen Kohlekraftwerks – eine von Greenpeace wiederholt praktizierte Form des direkten aber stets gewaltfreien Protestes – künftig verwaltungsstrafrechtlich geahndet werden."

Prof. Bernd Christian Funk, Experte für Verwaltungsrecht: "Das Gesetz geht so weit, dass bereits aufgrund der Aneignung von Wissen im Rahmen der erweiterten Gefahrenerforschung überwacht werden darf. Recherchiert beispielsweise eine Journalistin für einen Artikel die Bauweise einer Rohrbombe, kann sie bereits ins Visier des Verfassungsschutzes geraten."

Web > www.ueberwacht.at

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Forsa: Keine Subventionen für Tierquäler und Umweltsünder
>Emissionshandel: Stromproduzenten müssen nun zahlen, aber
>Umfrage: Keine Humanbiotika für Tiere
>Alle Bundesminister sind Klimasünder
>Kritik an Merkels Energiepolitik
>E-Mobilitätsplattform: Warum Fördergeld für Porsche & Co?
>Bundesregierung unterstützt Deutschen Nachhaltigkeitskodex
>Reform Finanzaufsicht ohne Verbraucherschutz?
>Bürgerinitiative gegen Atomkraft
>Politik mag sich Korruption erhalten
>Röttgen: Plattform Erneuerbare Energie
>Geheimstudie in Sachen Atom-Gau
>Bienensterben und ein dummdreister Agropräsident
>Bundesregierung und Co2 Handel: Zuviele Zertifikate
>Umweltverbände reden nicht mehr mit Rösler
>Verfassungsbeschwerde gegen den Rettungsschirm
>Atomausstieg kostet bis zu 44 Milliarden Euro
>Globaler Demokratieabbau
>Solarstrom: Wer bitte knippst die Sonne noch ab?
>Will die Bundesregierung Korruption?
>Volksabstimmung zum Rettungsschirm gefordert
>Chancen des Energie- und Klimafonds heben
>Solarkürzung behutsamer
>Systematische Folter in Syrien
>Kommunale Unternehmen: Eigenes Energieministerium
>Fahrplan für die Energiewende
>Essen-Kampagne von Aigner ruft gemischte Reaktionen auf
>50.000 für Ende Atomkraft und für Energiewende
>Absichtserklärung: Bayern will Nr. 1 für Ökostrom werden
>Solarstromkürzung verschoben auf 1. April
>Kundgebung gegen Solarausstiegsgesetz
>Baden-Württemberg tritt Climate Group bei
>Umfrage: 2/3 halten Solarkürzungen für falsch
>Solarkürzungen überfordern Solarbranche
>18. Mai: Bankenblockade
>Transparency International: Politik muss integer werden
>Gefährden verantwortungslose Stromspekulanten Menschenleben?
>BUND kritisiert Rösler: 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr?
>Dresden, Löschen von Daten und Rechtsextremismus
>Kritik an Niebels Bildungsstragie
>EU-Subventionen könnten Millionen grüne Jobs schaffen
>Städte und Kommunen: Bündnis für Biodiversität
>Forderung: 1 Milliarde für Nachhaltigkeitsforschung
>"Wir sind die neuen Juden"
>Schröder im Glück:2 Millionen weniger für Zivilgesellschaft
>Es braucht ein Siegel für Ökostrom
>Gefahr für EEG und Energiewende
>Österreich will den Ball der Rechtsextremen durchtragen
>Bundesregierung: 400 Millionen für Gentechnik in Nahrung
>Umweltverbände: Forstwirtschaft zerstört Waldnaturerbe
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"