Weniger als ein Prozent Wald steht in Deutschland derzeit unter verbindlichem Schutz vor der Säge. Zum Vergleich: In Brasilien sind 30 Prozent des Amazonas-Urwaldes gesetzlich geschützt.
"In Deutschland beobachten wir, dass in den letzten zehn Jahren zunehmend wertvolle Altbestände eingeschlagen werden, obwohl ihr ökologischer Wert längst bekannt ist. Die Sonntagsreden der Landesforstminister zur Verantwortung der Forstwirtschaft für die Gesellschaft sind wenig glaubwürdig, wenn sie diese Urwälder von morgen je nach Haushaltslage den kurzfristigen Profitinteressen der staatlichen Forstbetriebe opfern. Wir befürchten, dass sich die Situation in Zukunft noch verschärft, wenn nicht schleunigst dagegen gesteuert wird", kritisiert NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Alte Buchenwälder sind wichtiger Beitrag zum Klimaschutz
Alte Buchenwälder sind unsere Amazonas-Regenwälder. "Bisher hat die Bundesregierung jedoch nichts getan, um das schleichende Verschwinden dieser ökologisch wertvollen Waldgebiete zu verhindern", sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace. Gerade die selten gewordenen Laubwälder sind für den Schutz des Naturerbes und für das Klima von entscheidender Bedeutung.
"Wir fordern Bundesumweltminister Norbert Röttgen, Bundesforstministerin Ilse Aigner und die Ministerpräsidenten der Länder auf, die teilweise mehr als 140 Jahre alten Buchen- und Laubwaldgebiete so lange vor Sägen und Erntemaschinen zu schützen, bis zehn Prozent des öffentlichen Waldes rechtlich verbindlich aus der forstlichen Nutzung herausgenommen worden sind", sagt der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
(Quelle: greenpeace)




