Ob es tatsächlich allein an der Demographie liege wie die Studienautoren meinen, kann man bezweifeln, vielleicht liegt es auch am fehlenden attraktiven Angeboten für das Engagement einerseits, andererseits muss man sich Engagement auch leisten können.
Immerhin, mit einer Engagementquote von 36 Prozent der Bevölkerung liege Deutschland im europäischen Vergleich über dem Durchschnitt, so die Studien. In Ländern wie Schweden und den Niederlanden liege die Quote aber bei deutlich über 40 Prozent. Allerdings sehen die Studienautoren noch weiteres Potenzial: Ihre Untersuchung hat ergeben, dass in der Bundesrepublik insgesamt 24 Millionen Menschen grundsätzlich bereit seien, eine Freiwilligentätigkeit zu übernehmen.
Eine deutlich sichtbare Veränderung dürfte es laut dieser Studie bei den Motiven für freiwilliges Engagement gegeben haben: Die Bedürfnisse der Freiwilligen und deren Umgang mit dem eigenen Engagement seien "konkreter geworden". Menschen wollten etwas "für das Gemeinwohl leisten, sich für eine Sache einsetzen und Verantwortung übernehmen". Zugleich investierten die Freiwilligen heute dabei "viel Zeit und nicht selten auch Geld, erwarten aber auch einen persönlichen, sogenannten Return on Engagement".
Die Ergebnisse der Untersuchung basieren auf qualitativen Einzel-Interviews und
einer Analyse der aktuellen Literatur, weshalb auch einige der Resultate mit einem Fragezeichen zu betrachten sind.
Aber darüber kann sich jeder selbst ein Bild machen, denn die Studie steht zum kostenlosen Download zur Verfügung > ots.de/RGQih




