Per E-Mail teilte seine für Nachhaltigkeit zuständige Mitarbeiterin foodwatch mit, die Deutsche Bank werde nun "in den kommenden Monaten eine umfassende Studie zum Thema" erarbeiten. Einen konkreten Zeitpunkt für die Entscheidung nannte sie nicht mehr. Ursprünglich hatte die Deutsche Bank dagegen zugesagt, bis Ende Januar über den Ausstieg aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln zu entscheiden.
Auslöser war der Mitte Oktober 2011 veröffentlichte foodwatch-Report "Die Hungermacher". Darin dokumentiert foodwatch, dass die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen die Nahrungsmittelpreise nach oben und Menschen in den Hunger treibt. Bis heute haben mehr als 60.000 Menschen die Deutsche Bank daraufhin per E-Mail und per Post zum Ausstieg aufgefordert.
"Die Ankündigung der Deutschen Bank war offensichtlich nur ein PR-Trick, um die Öffentlichkeit zu beruhigen", so foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode. Einen Tag nach der Veröffentlichung des foodwatch-Reports und tausenden Protestmails hatte Josef Ackermann in einem persönlichen Brief an foodwatch noch versprochen, die Deutsche Bank werde den Report "gründlich prüfen" und sich "um eine möglichst rasche und detaillierte Antwort bemühen".
"Kein Geschäft ist es wert, den guten Ruf der Deutschen Bank aufs Spiel zu setzen", schrieb Josef Ackermann damals. Statt von anderen den letzten Beweis für die Schädlichkeit der Geschäfte einzufordern, müsse die Deutsche Bank diese Geschäfte jetzt vorsorglich beenden - oder selbst deren Unschädlichkeit nachweisen.
Aktionswebsite > www.haende-weg-vom-acker-mann.de
(Quelle: foodwatch)




