Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Armut in Österreich (c) Volkshilfe

 

Armut: 300.000 Menschen können nicht heizen


Wien (15.2.12): So geht Sparkurs in Österreich. Nach Angaben der österreichischen Sozial-NGO Volkshilfe frieren rund 300.000 Menschen.
„Im reichen Land Österreich müssen Menschen bei klirrender Kälte frieren. Mehr als 300.000 Menschen in Österreich müssen beim Heizen sparen und können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten. In den Sozialberatungsstellen der Volkshilfe stehen die Telefone schon lange nicht mehr still“, sagt Erich Fenninger und warnt die Regierung davor, bei ihren Sparpaket bei den Ärmsten zu sparen.

Seit 2000 sind die privaten Mieten mehr als doppelt so stark in die Höhe gegangen (plus 22 Prozent) wie die Inflation (plus 9 Prozent) und die Löhne (plus 10 Prozent). Das zeigt eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer. Aber nicht nur die Mieten steigen, auch die Kosten für Heizen und Strom explodieren. Im Vergleich zum Vorjahr wurden beispielsweise Gas um 13,4 Prozent Heizöl um 25,5 Prozent teurer.


Besonders schwierig macht es die Interessenlage, denn der Staat verdient an steigenden Mieten mit, denn in Österreich wird die Miete mit 20 % Mehrwertsteuer belastet. Dies schafft soziale Ungleichheit und belastet Geringverdiener besonders.

Umverteilung dringend nötig

„Im Vergleich zum Jahr 2000 hat ein Haushalt derzeit durchschnittliche Mehrausgaben von 1.300 Euro pro Jahr für die Miete. Eine Umverteilung ist dringend notwendig“, sagt Fenninger und betont: „Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Das Sparpaket darf diese Entwicklung nicht unterstützen.“ Während zum Beispiel die Einnahmen der ImmobilienbesitzerInnen immer mehr zulegen, steigen die Löhne der MieterInnen weitaus weniger stark.

Die Volkshilfe fordert gezieltes Gegensteuern. Steuererhöhungen, die eher Einkommensgruppen mit hoher Sparneigung belasten, bremsen die gesamtwirtschaftliche Nachfrage wesentlich weniger als ausgabenseitige Kürzungen (WIFO). „Wir fordern den Ausbau von Steuern auf Vermögen und Grundbesitz sowie Investitionen in die Bildung und eine aktive Arbeitsmarktpolitik“, so Fenninger. Aber auch die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Mieten wäre eine gute Idee.



(Quelle: Volkshilfe)


<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Finanztest: Banken schludern bei Kreditberatung
>Unternehmen verschlafen demographischen Wandel
>adidas im Schwitzkasten: Wo bleiben die Löhne?
>Verletzt DHL Arbeitsrecht außerhalb Europas?
>Integrationspolitik zerschellt am Föderalismus
>Neuer Preis für Zivilcourage und Toleranz
>Arbeitskosten steigen im EU-Schnitt langsamer
>Zwangsarbeit für Modemarken
>Vermögende für Vermögensabgabe
>Agrarpolitik: 60 Milliarden Euro und wo ist der Markt?!
>Amnesty Bericht zur Diskriminierung von Muslims in Europa
>Jedes Jahr sterben 1,4 Millionen Jugendliche
>Betrug beim Lebensmitteleinkauf
>"Normalarbeit" auf Rückzug
>Forum für nachhaltigen Kakao: Alles Greenwashing?
>Für faire Milchpreise
>Amnesty International gewinnt endgültig alle Glock-Verfahren
>Bildungspaket funktioniert nicht
>Junge Erwachsene sind die Verlierer am Arbeitsmarkt
>Abschieben von Kindern
>Todesstrafe gestiegen
>Studie: Leiharbeiter verdienen bis zu 50% weniger
>Kritik an Deutscher Bank hält an
>Chefinnen verdienen 20% weniger
>Petition für faire Arbeit
>Rechtsextreme überfallen Döner-Imbiß: Polizei versagt?
>Umfrage: Zeitarbeit, Armut und Demokratie
>Weltzensurtag und Feinde des Webs
>70 Prozent der Armen weltweit sind Frauen
>Finanzmarkaufsichtsreform
>Breitseite für Facebook
>UN-Trinkwasserbericht
>vzbv mahnt Google ab
>Pendlerpausche soll sozial und ökologisch werden
>Umfrage: 60% der Deutschen wissen was Nachhaltigkeit ist
>Energiepreise für Private galoppieren davon
>Das Ei, der Käfig und die EU
>Armut: 300.000 Menschen können nicht heizen
>Sozialdumping: 20% Minijobs, davon 90% im Niedriglohn
>Keine Kindersoldaten
>Hungerkatastrophe im Südsudan droht
>foodwatch hat Klage gegen Unilever eingereicht
>Pharma: Transparceny fordert transparente Daten
>Studie: 18.000 neue Jobs in der Offshore-Windenergie
>Solarstrom kann Börsepreis Strom bis zu 10% senken
>Ackermann: Versprechen wird nicht eingehalten
>Public Eye Award: Schmähpreise an VALE und BARCLAYS
>Strompreise steigen
>Hungerkrisen und Verteilungskonflikte
>Pflege und Schlechtreform
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"