Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
SOZIALES

Hungerkatastrophe im Südsudan droht


Juma/Rom (8.2.12): Wie heute die UN-Organisation WFP berichtet, steht der Südsudan vor einer Hungerkatastrophe für Millionen Menschen.
Millionen Menschen werden dieses Jahr im Südsudan hungern, wenn nicht schnell gehandelt wird, so der gemeinsame Bericht der UN Food and Agriculture Organization (FAO) und des UN World Food Programmes (WFP).

Der Bericht zeigt, dass die Anzahl der Menschen, die hungern oder deren Ernährung nicht gesichert ist, von 3,3 Millionen im Jahr 2011 auf nun 4,7 Millionen Menschen gesprungen ist. Davon leben etwa eine Million Menschen in einer äußerst unsicheren Ernährungssituation; 2011 waren es im Vergleich dazu noch 900.000.


Wenn aufgrund des Konflikts weiterhin große Teile der Bevölkerung fliehen werden, und die Nahrungsmittelpreise zusätzlich ansteigen, könnte sich laut des Berichts die Anzahl der Hungernden verdoppeln.

„Wir müssen den Haushalten ermöglichen, dass sie zuallererst schnellen und sicheren Zugang zu nährstoffreichem Essen und anderen Grundbedürfnissen haben. Um aber im Südsudan die Ernährungssicherheit wieder aufzubauen und zu stützen, müssen wir den Kreislauf, der Hunger und Armut immer weiter verbreitet, durchbrechen. Dies ist möglich, wenn wir den Menschen helfen, ihre Landwirtschaft, Viehzucht und andere Aktivitäten, die ihre Lebensgrundlagen stützen, wieder aufzunehmen, “ sagte George Okeh, FAO-Landesdirektor im Südsudan.

Schätzungen zufolge lag im Jahr 2011 die Getreideproduktion des Südsudan rund 19 Prozent unter den Erträgen des Vorjahres und 25 Prozent geringer als der Durchschnitt der letzten fünf Jahren. Das Getreidedefizit für das Jahr 2012 wird auf über 470.000 Tonnen geschätzt –fast die Hälfte des gesamten südsudanesischen Jahresbedarfs.

Für die geringeren Ernteerträge sind hauptsächlich schwache Niederschläge zu Beginn der Erntesaison verantwortlich. Hinzu kommt der anhaltende Konflikt, der die Bevölkerung von ihren landwirtschaftlichen Tätigkeiten abhält. Das eingeschränkte Angebot an Nahrungsmitteln trifft die Bevölkerung ausgerechnet in einer Zeit, in der der Bedarf besonders ansteigen ist, durch die Rückkehr von Südsudanesen aus dem Norden und Binnenvertriebene. Hinzu kommt, dass die Grenzen zwischen dem neuen Staat Südsudan und dem Sudan geschlossen sind, was auf dem südsudanesischen Markt zum Zusammenbruch der regulären Versorgung mit Nahrungsmitteln geführt hat.




(Quellen: WFP, FAO)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Finanztest: Banken schludern bei Kreditberatung
>Unternehmen verschlafen demographischen Wandel
>adidas im Schwitzkasten: Wo bleiben die Löhne?
>Verletzt DHL Arbeitsrecht außerhalb Europas?
>Integrationspolitik zerschellt am Föderalismus
>Neuer Preis für Zivilcourage und Toleranz
>Arbeitskosten steigen im EU-Schnitt langsamer
>Zwangsarbeit für Modemarken
>Vermögende für Vermögensabgabe
>Agrarpolitik: 60 Milliarden Euro und wo ist der Markt?!
>Amnesty Bericht zur Diskriminierung von Muslims in Europa
>Jedes Jahr sterben 1,4 Millionen Jugendliche
>Betrug beim Lebensmitteleinkauf
>"Normalarbeit" auf Rückzug
>Forum für nachhaltigen Kakao: Alles Greenwashing?
>Für faire Milchpreise
>Amnesty International gewinnt endgültig alle Glock-Verfahren
>Bildungspaket funktioniert nicht
>Junge Erwachsene sind die Verlierer am Arbeitsmarkt
>Abschieben von Kindern
>Todesstrafe gestiegen
>Studie: Leiharbeiter verdienen bis zu 50% weniger
>Kritik an Deutscher Bank hält an
>Chefinnen verdienen 20% weniger
>Petition für faire Arbeit
>Rechtsextreme überfallen Döner-Imbiß: Polizei versagt?
>Umfrage: Zeitarbeit, Armut und Demokratie
>Weltzensurtag und Feinde des Webs
>70 Prozent der Armen weltweit sind Frauen
>Finanzmarkaufsichtsreform
>Breitseite für Facebook
>UN-Trinkwasserbericht
>vzbv mahnt Google ab
>Pendlerpausche soll sozial und ökologisch werden
>Umfrage: 60% der Deutschen wissen was Nachhaltigkeit ist
>Energiepreise für Private galoppieren davon
>Das Ei, der Käfig und die EU
>Armut: 300.000 Menschen können nicht heizen
>Sozialdumping: 20% Minijobs, davon 90% im Niedriglohn
>Keine Kindersoldaten
>Hungerkatastrophe im Südsudan droht
>foodwatch hat Klage gegen Unilever eingereicht
>Pharma: Transparceny fordert transparente Daten
>Studie: 18.000 neue Jobs in der Offshore-Windenergie
>Solarstrom kann Börsepreis Strom bis zu 10% senken
>Ackermann: Versprechen wird nicht eingehalten
>Public Eye Award: Schmähpreise an VALE und BARCLAYS
>Strompreise steigen
>Hungerkrisen und Verteilungskonflikte
>Pflege und Schlechtreform
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"