„Wir haben in Berlin und Nordrhein-Westfalen gewerbliche Nutzerinnen und Nutzer befragt, die im Rahmen einer Pilotstudie vom Energiekonzern RWE ein Elektroauto zur Verfügung gestellt bekommen hatten“, sagt Christine Ahrend.
Die stichprobenartige Befragung von 36 Personen, davon 31 Männer, ergab eine generell hohe Akzeptanz für das Elektroauto. Die Nutzer zeigten sich verantwortungsbewusst gegenüber Umwelt, Klimawandel und fossilen Ressourcen.
Die TU-Analyse förderte zwei unterschiedliche Einstellungen gegenüber dem Elektroauto zu Tage. Bei der einen, die Wissenschaftler nannten sie die Innovationsperspektive, sind die Nutzerinnen und Nutzer bereit, durch Innovationen wie die Elektromobilität neue Mobilitätskonzepte zu befördern wie auch das eigene Mobilitätsverhalten zu ändern: Das Auto fungiert nicht mehr als einziges Verkehrsmittel, sondern ist eines unter vielen. Diese Nutzer ordnen Mobilität in größere gesellschaftliche Zusammenhänge ein wie Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz, sind technikaffin und verstehen sich als Pioniere, technologischen Neuerungen zum Durchbruch zu verhelfen.
Nutzerinnen und Nutzer, die die sogenannte Substitutionsperspektive einnehmen, sehen im Elektroauto lediglich einen Ersatz für das Auto mit Verbrennungsmotor. Von daher stellen sie an das Elektroauto die gleichen Erwartungen wie an das konventionelle Auto. Das heißt, das Elektroauto muss uneingeschränkt verfügbar und flexibel sein und unbegrenzte Reichweiten gestatten. Diese Nutzer sind weder bereit, eventuelle Mobilitätseinschränkungen hinzunehmen, noch ihr Mobilitätsverhalten zu modifizieren, indem zum Beispiel auch andere Verkehrsmittel genutzt werden wie Bahn, Bus oder Fahrrad. Mobilität ist bei ihnen bislang ausschließlich auf das Auto fixiert.
Die Befragung wurde im Rahmen des TU-Projektes „Analyse Nutzerverhalten und Raumplanung regionale Infrastruktur“ durchgeführt.
(Quelle: TU Berlin)




