Das Unternehmensnetzwerk wurde im Jahr 2000 auf Initiative des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e. V. (BDI) gegründet und versteht sich als Dialogplattform und Think Tank. Das Ziel von econsense ist es, nachhaltige Entwicklung in der Wirtschaft voranzubringen und gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen
Im Sommer des Jahres kamen die Mitglieder von econsense unter Kritik der Deutschen Umwelthilfe. Es ging um die Frage Spritverbrauch und Transparenz hinsichtlich der Wagenflotte des Managements: Zu den Empfängern der „Roten Karte“ gehören auch Unternehmen, die sich als Mitglieder von econsense, dem „Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e.V.“ gern als Avantgarde einer „Ökobewegung“ in der deutschen Unternehmerschaft darstellen. Im Forum zusammengeschlossen haben sich diese Unternehmen, um für eine nachhaltige Entwicklung einzutreten und mit hoher Transparenz Auskunft zu geben über ihr Unternehmenshandeln. 27 von 30 befragten econsense Mitgliedern erhielten die „Rote Karte“.
Einen besonderen Fauxpas erlaubte sich das Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG, das zunächst bereitwillig alle erbetenen Daten übermittelte und anschließend die Daten nicht zur Veröffentlichung freigab. Dabei hatte die DUH alle befragten Unternehmen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Daten veröffentlicht werden würden. Die DUH bleibt bei ihrer Ankündigung und veröffentlicht die (schlechten) CO2-Werte der KPMG-Dienstwagenflotte, ebenso wie die aller anderen Unternehmen, von denen Daten vorliegen.
Auch einige große Energieunternehmen und Automobilhersteller darunter Daimler, BMW, Volkswagen, E.ON und Solarworld entziehen sich ihrer unternehmerischen Verantwortung. Die Allianz SE landet beispielsweise bezüglich des CO2-Ausstoßes ihrer Flotte und der Vorstandsfahrzeuge weit hinter der von der Europäischen Union bereits für das Jahr 2008 gesetzten Zielmarke von 140 g CO2/km.
Die Deutsche Post DHL hat als eines der ersten Unternehmen in der Logistikbranche Corporate Responsibility zum integralen Bestandteil seiner Unternehmensstrategie gemacht und nachhaltiges Wirtschaften als einen Schwerpunkt seiner künftigen Wachstumsstrategie definiert. Mit rund 470.000 Mitarbeitern in über 220 Ländern und Territorien engagiert sich das Unternehmen für die Erreichung der ehrgeizigen Nachhaltigkeitsziele, beispielsweise die Verbesserung der CO2-Effizienz um 30 Prozent bis zum Jahr 2020 (im Vergleich zu 2007).
„Mit unserem CR-Programm „Living Responsibility“ haben wir bereits Meilensteine gesetzt und gezeigt, dass verantwortungsvolles Handeln für Umwelt und Gesellschaft einen bedeutenden Stellenwert im Unternehmen hat. Wir wollen unser Engagement für Nachhaltigkeit noch weiter vorantreiben und freuen uns auf einen regen Austausch und interessante Impulse bei econsense“, sagt Rainer Wend, Leiter des Zentralbereichs Politik und Unternehmensverantwortung bei Deutsche Post DHL.
Dr. Wolfgang Große Entrup, Vorsitzender des Vorstands von econsense, begrüßt die Deutsche Post DHL im Namen aller Mitglieder: „Der Logistik kommt eine bedeutende Aufgabe bei der Lösung zahlreicher Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit zu, ob es sich nun um Supply Chain Management, effiziente Nutzung von Ressourcen oder die Verringerung von CO2-Emissionen handelt. Die Deutsche Post DHL als weltweit agierender Logistiker ist daher eine große Bereicherung für econsense.“
Web > www.econsense.de




