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Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Ehrenamt


Berlin (5.12.11): Bundesweit haben sich beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im vorigen Jahr rund 34000 Menschen in 2000 Orts- und Kreisgruppen engagiert. Dabei leisteten sie 2010 fast drei Millionen Stunden gemeinnütziger Arbeit.
Ehrenamtliche retteten Amphibien, pflegten artenreiche Wiesen und renaturierten Bachläufe. Sie machten unsinnige Verkehrsprojekte öffentlich, verfassten fachlich versierte Stellungnahmen und führten Protestaktionen gegen naturzerstörende Bauprojekte durch. Eine Reihe von ihnen betätigte sich außerdem in den wissenschaftlich orientierten Arbeitskreisen des BUND auf Bundes- und Landesebene. In Bildungsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene vermittelten viele Ehrenamtliche aus dem Umweltschutzverband ihr Wissen über den Wert der Natur.

Das Ehrenamt sei jedoch kein Lückenbüßer für staatliche oder wirtschaftliche Versäumnisse. Die Politik sei gut beraten, engagierte Bürger optimaler und frühzeitiger in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dies würde helfen, potentielle Konflikte wie die um den Bahnhof „Stuttgart 21“ zu vermeiden.


Der große Wunsch nach Aktivitäten im Umwelt- und Naturschutz zeige sich insbesondere im neuen Bundesfreiwilligendienst. Der BUND als Zentralstelle und Anbieter verzeichne ein reges Interesse bei Jüngeren und Älteren. Der Freiwilligenbericht aus dem Bundesfamilienministerium und Einschätzungen aus dem Umweltbundesamt ließen hoffen, dass sich auch in Zukunft viele Menschen beim BUND engagieren. Wichtig sei, dass der Bundesfreiwilligendienst sowie das Bundesfreiwilligendienstgesetz evaluiert und gegebenenfalls angepasst würden.

Weiger: „Nach dem übereilten Start des Bundesfreiwilligendienstes stellt sich jetzt die Frage, inwieweit ein Bundesamt und damit der Staat die Kontrolle über zivilgesellschaftliche Aufgaben ausüben soll. Hier bedarf es einer sorgfältigen Prüfung und im besten Falle der Übertragung der organisatorischen Verantwortung allein an die zivilgesellschaftlichen Akteure.“




(Quelle: BUND)

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