Das Ehrenamt sei jedoch kein Lückenbüßer für staatliche oder wirtschaftliche Versäumnisse. Die Politik sei gut beraten, engagierte Bürger optimaler und frühzeitiger in Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Dies würde helfen, potentielle Konflikte wie die um den Bahnhof „Stuttgart 21“ zu vermeiden.
Der große Wunsch nach Aktivitäten im Umwelt- und Naturschutz zeige sich insbesondere im neuen Bundesfreiwilligendienst. Der BUND als Zentralstelle und Anbieter verzeichne ein reges Interesse bei Jüngeren und Älteren. Der Freiwilligenbericht aus dem Bundesfamilienministerium und Einschätzungen aus dem Umweltbundesamt ließen hoffen, dass sich auch in Zukunft viele Menschen beim BUND engagieren. Wichtig sei, dass der Bundesfreiwilligendienst sowie das Bundesfreiwilligendienstgesetz evaluiert und gegebenenfalls angepasst würden.
Weiger: „Nach dem übereilten Start des Bundesfreiwilligendienstes stellt sich jetzt die Frage, inwieweit ein Bundesamt und damit der Staat die Kontrolle über zivilgesellschaftliche Aufgaben ausüben soll. Hier bedarf es einer sorgfältigen Prüfung und im besten Falle der Übertragung der organisatorischen Verantwortung allein an die zivilgesellschaftlichen Akteure.“
(Quelle: BUND)




