Dies hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Rahmen der neuesten FuE-Erhebung festgestellt.
In Europa dagegen lag die FuE-Quote geschätzt nur bei 1,9 Prozent. „Deutschland steht gut da, aber Europa hat das Lissabon-Ziel nicht erreicht“, sagte Stifterverbandspräsident Arend Oetker.
Im Jahr 2000 hatten die Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart, im Jahr 2010 europaweit mindestens drei Prozent des BIP für FuE aufzuwenden. Oetker bewertete die Entwicklung in Deutschland positiv. Das ambitionierte Ziel habe den Bund veranlasst, seine Forschungsausgaben deutlich zu steigern. Erstmals seit 15 Jahren war ab dem Jahr 2008 der Finanzierungsanteil des Staates im Vergleich zur Wirtschaft wieder spürbar gewachsen.
Der Generalsekretär des Stifterverbandes Andreas Schlüter zeigte sich erfreut über den Beschäftigungszuwachs im FuE-Sektor. Die Zahl der Ingenieure, Laboranten und Naturwissenschaftler in den Forschungslaboren der Unternehmen wuchs 2010 um 1,4 Prozent auf 337.000 (in Vollzeitäquivalenten).
Die Branchen entwickelten sich uneinheitlich. Besonders positiv zeigte sich der Kraftfahrzeugbau mit einem Plus von 7,2 Prozent. Ebenfalls zulegen konnten Maschinenbau und Elektrotechnik. Dagegen haben Chemie und Pharmazie ihre FuE-Anstrengungen gegenüber dem Vorjahr verringert.
Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft erhebt als einzige Institution in Deutschland umfassend die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung. Zu den Aufwendungen und zum Personaleinsatz wurden im Jahr 2011 rund 2.300 Unternehmen befragt.
(Quelle: Stifterverband)




