„Die Vision einer klimaneutralen Stadt kann nur dann verwirklicht werden, wenn wir und alle verantwortlichen Handlungsträger heute bereits die Rahmenbedingungen schaffen“, betont Oberbürgermeister Dieter Salomon. Die große Herausforderung könne nur dann gestemmt werden, wenn wir vom Land, vom Bund und auch von der EU massiv unterstützt werden, so Salomon weiter.
Im Gegensatz zum Klimaschutzkonzept 2007 müssen weitaus mehr Faktoren zusammen kommen, um das Ziel, ein klimaneutrales Freiburg, erreichen zu können. „Hohe technische Standards erfordern auch zusätzliche finanzielle Anstrengungen in den kommenden Jahren“, erläutert Umweltbürgermeisterin Gerda Stuchlik bei der Vorstellung der Studie des Öko-Instituts.
„Klimaneutrale Stadtteile und ein modernes Mobilitätsmanagement seien wichtige künftige Aufgaben für Freiburg. In diesem Bereich werden wir uns verstärkt engagieren“, so Baubürgermeister Martin Haag. Der Weg in ein so genanntes Post-Öl-Zeitalter wird eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte. Wenn heute nicht gehandelt wird, werden die volkswirtschaftlichen Kosten in der Zukunft ein Vielfaches von dem betragen, wie wenn man jetzt aktiv würde. Deshalb müssen die in der Studie des Öko-Instituts berechneten Investitionen immer auch in Bezug zu den möglichen Folgekosten des Nichthandelns gesetzt werden, dies aber auch auf nationaler Ebene.
Freiburg bewarb sich 2010 beim baden-württembergischen Wettbewerb „Klimaneutrale Kommune“. In dem Wettbewerb sollten Städte und Kommunen eigene Strategien aufzeigen, wie sie ihren Strom- und Wärmebedarf sowie ihren Energiebedarf für Mobilität bis 2050 weitgehend CO2-neutral bereitstellen können. Außer Freiburg sind acht weitere Städte und Gemeinden ausgewählt worden, darunter auch die südbadischen Städte Staufen, Emmendingen und Lörrach.
(Quelle: Öko-Inst., Stadt Freiburg)




