Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Gen-Soja vor Zulassung


Berlin/Brüssel (14.11.11): Die Experten der EU-Mitgliedsländer in Brüssel verhandeln heute über zwei Anträge auf Marktzulassung gentechnisch veränderter Sojabohnen der Firmen Monsanto und Bayer. Die Sojabohnen wurden gegen die Herbizide Glyphosat (bekannt als Roundup) und Glufosinat (bekannt als Liberty oder Basta) unempfindlich gemacht.
Dadurch können sie mit speziellen Unkrautvernichtungsmitteln gespritzt werden, ohne dabei selbst Schaden zu nehmen. In der Folge finden sich Rückstände dieser Spritzmittel auch im Pflanzen­gewebe.

Testbiotech und der Naturschutzbund (NABU) warnen vor einer EU-Marktzulassung der Sojabohnen, die für den Import und die Verarbeitung Futter- und Lebensmitteln beantragt wurde. Insbesondere fehlen Daten über die Höhe der Spritzmittelbelastung dieser Pflanzen.


„Vor allem in den Anbauländern Argentinien, Brasilien und den USA werden die Pflanzen massiv mit Glyphosat besprüht, weil immer mehr Unkrautarten Resistenzen gebildet haben. Wenn nicht bekannt ist, wie hoch die Giftbelastung tatsächlich ist, kommt eine Zulassung dieser Pflanzen zur Verwendung in Futter- und Lebensmitteln nicht in Frage“, sagt Steffi Ober vom NABU. „Rückstände dieser Herbizide finden sich inzwischen sogar im Blut von Verbrauchern.“

Die Produkte, über deren Marktzulassung debattiert wird, sind die Soja 40-3-2 von Monsanto (bekannt als Roundup-Ready-Soja) und die Soja A5547-127 der Firma Bayer (auch „Bayers Basta-Bohnen“ genannt). Letztere dürfen seit kurzem in Brasilien angebaut werden. Sie sollen jetzt zum ersten Mal in der EU als Lebens- und Futtermittel zugelassen werden. Die schon seit einigen Jahren angebaute Roundup-Ready-Soja landet in der EU vorwiegend im Tierfutter. Ihre Marktzulassung ist abgelaufen und wird zurzeit erneut geprüft. Es ist unklar, ob die Roundup-Ready-Sojabohnen die Gesundheit schädigen, weil es bislang kein Monitoring der Auswirkungen auf die Gesundheit gab, obwohl dieses in der EU vorgeschrieben ist.

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid. Jüngste wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass Glyphosatmischungen zu Störungen der embryonalen Entwicklung führen können. In Deutschland sind einige diese Mischungen bereits verboten worden, damit die Gifte nicht in die Nahrungskette gelangen. Die Verwendung von Glufosinat soll aufgrund bekannter gesundheitlicher Risiken in der EU ab dem Jahr 2017 sogar vollständig verboten werden. Es wäre paradox, wenn man jetzt Pflanzen zuließe, die regelmäßig Rückstände dieser Herbizide aufweisen.

Zudem gibt es weitere Bedenken gegenüber der Risikobewertung durch die europäische Lebensmittelbehörde EFSA: „Es wurden weder die signifikanten Veränderungen in der Zusammen­setzung der Pflanzen noch mögliche Auswirkungen auf das Immun- oder Fortpflanzungssystem ausreichend geprüft. Außerdem gab es keine Untersuchungen möglicher Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen gentechnisch veränderten Pflanzen, die in Lebens- und Futtermitteln gemischt werden können. Diese Produkte können deshalb nicht als sicher angesehen werden”, warnt Christoph Then.




(Quelle: NABU)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Kinospot "Steueroasen trocken legen"
>Volvo Deutschland mit Grünstrom
>Accenture veröffentlicht globalen CR-Report
>AUDI AG mit Nachhaltigkeitspreis Logistik ausgezeichnet
>Webplattform: Wo Off-Shore Projekte stattfinden
>Vattenfall in Berlin: Bitte Lernkurve aktivieren!
>Handyindustrie produziert schockierend in Indien
>Bauernverband und Flächenfrass
>Nachhaltige Solarzellen aus Zink
>Partikelfilter für Autobusse
>Otto-Gruppe: Stromkosten sparen und Klimaschutz
>Metastudie: Bürger wollen Strom sparen, aber wie?!
>SozialMarie Preisträger 2012
>Betreuungsgeld: NichtMeineMinisterin
>Preis ist Peitsche für Gebäudesanierung
>20.000 Treuhandstiftungen: Gutes Management gefordert
>Terrorismus in Österreich
>Volksanwaltschaft kritisiert sozio-ökonomische Betriebe
>Globaler Rat zur Biologischen Vielfalt
>Mehr Stromausbeute bei Photovoltaik
>Deutscher Fundraisingpreis
>Absatz Solwarwärmekollektoren: +7,3 %
>WWF Etappensieg gegen WDR-Film "Der Pakt mit dem Panda"
>Gothaer, Gewinn, die Jagd und hohe Politik
>CSR Website der Bundesregierung
>Anonyme Bewerbung hilft gegen Diskriminierung
>Umfrage Energiewende: Yes we can
>WWF fordert Rücktritt von König Juan Carlos
>Dioxin in Eiern
>Kreuzfahrtreederei muss endlich sauber werden
>oekostrom baut Windpark
>RSM will umweltfreundlichste Uni der Welt werden
>Kongress „Too BIG To Fail – Es gibt keinen Planeten B“
>Brennendes Kühlmittel in Autos?
>30 Jahre Deutsche Umweltstiftung
>Gewinner Ideenwettbewerb "Uni gestalten"
>Alkoholfrei ist nicht alkoholfrei
>31.3. Earth Day und alle machen das Licht aus
>Wettbewerb Bildungsnetzwerke
>Kampagne "Andere Banken braucht das Land"
>Umweltmedienpreis
>Inklusion ist machbar und notwendig
>Gefährliche Wäsche
>Cotton made in Africa nun auch in Mosambik
>Gute Sache: 4.000 Buchen werden in Bonn gesetzt
>Umfrage: Jeder 3.te Hausbauer will Solarwärmeanlage
>Hunger in Jemen nimmt dramatisch zu
>Energiewende braucht Energieeffizienz
>Rund 70% der Kinderlebensmittel schädlich
>Auszeichnung klimaneutrale Kommunen
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"