Greenpeace Energy - für die Energiewende geben wir alles - außer klein bei



Anzeige
Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Illegaler Kaviar bedroht Stör in der Donau


Berlin (15.11.11): Nach einer Untersuchung der Umweltschutzorganisationen WWF und TRAFFIC stehen die letzten Störe der Donau auch wegen des illegalen Handels mit Kaviar am Rand der Ausrottung.
Der am Montag veröffentlichte WWF-Bericht listet 14 Beschlagnahmungen mit insgesamt über 50 Kilogramm Kaviar durch EU-Behörden innerhalb von zehn Jahren auf.

Der WWF fordert daher die bulgarische und die rumänische Regierung sowie die EU auf, Kontrollen massiv zu verschärfen, um den illegalen Handel zu verhindern. Fünf von sechs in der Donau ursprünglich lebenden Stör-Arten sind heute vom Aussterben bedroht. Deshalb ist die Stör-Fischerei in Rumänien und Bulgarien derzeit verboten. Für ein Kilogramm des wertvollsten Kaviars werden bis zu 6.000 Euro und mehr gezahlt.


Die Umweltschützer schließen aus der Datenlage auf eine erhebliche Dunkelziffer beim Kaviar-Schmuggel. Vor allem da die nationalen Behörden Bulgariens und Rumäniens keinerlei Aufgriffe angaben - und das, obwohl die beiden Länder die einzigen überlebensfähigen Vorkommen wild lebender Störe in der europäischen Union beheimaten.

„Es ist kaum zu glauben, dass weder Bulgarien noch Rumänien Fälle von illegalem Kaviarhandel gemeldet hat, während andere EU-Mitgliedsstaaten etliche Aufgriffe registrierten, in denen diese beiden Länder involviert waren”, sagt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. Es müssten auf europäischer und auf nationaler Ebene endlich alle Schlupflöcher geschlossen werden, um die Donau-Störe vor dem Aussterben zu bewahren.

Problematisch seien jedoch nicht nur Defizite bei behördlichen Kontrollen sondern auch mangelndes Wissen und Bewusstsein bei Handel und Verbrauchern. Sogar spezialisierte Händler wüsste oft zu wenig über die vorgeschriebene Kennzeichnung von legalem Kaviar. „Um den illegalen Kaviar-Sumpf trockenzulegen ist es entscheidend, dass kein Kaviar ohne die vorgeschriebenen Kennzeichnungen über die Ladentheke geht”, so die Einschätzung von Volker Homes.




(Quelle: WWF)

<< Zurück

Kommentar


NUR für registrierte UserInnen - Jetzt kostenfrei registrieren
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben (Tragen Sie Ihr Kommentar in das Feld ein)
 


>Kinospot "Steueroasen trocken legen"
>Volvo Deutschland mit Grünstrom
>Accenture veröffentlicht globalen CR-Report
>AUDI AG mit Nachhaltigkeitspreis Logistik ausgezeichnet
>Webplattform: Wo Off-Shore Projekte stattfinden
>Vattenfall in Berlin: Bitte Lernkurve aktivieren!
>Handyindustrie produziert schockierend in Indien
>Bauernverband und Flächenfrass
>Nachhaltige Solarzellen aus Zink
>Partikelfilter für Autobusse
>Otto-Gruppe: Stromkosten sparen und Klimaschutz
>Metastudie: Bürger wollen Strom sparen, aber wie?!
>SozialMarie Preisträger 2012
>Betreuungsgeld: NichtMeineMinisterin
>Preis ist Peitsche für Gebäudesanierung
>20.000 Treuhandstiftungen: Gutes Management gefordert
>Terrorismus in Österreich
>Volksanwaltschaft kritisiert sozio-ökonomische Betriebe
>Globaler Rat zur Biologischen Vielfalt
>Mehr Stromausbeute bei Photovoltaik
>Deutscher Fundraisingpreis
>Absatz Solwarwärmekollektoren: +7,3 %
>WWF Etappensieg gegen WDR-Film "Der Pakt mit dem Panda"
>Gothaer, Gewinn, die Jagd und hohe Politik
>CSR Website der Bundesregierung
>Anonyme Bewerbung hilft gegen Diskriminierung
>Umfrage Energiewende: Yes we can
>WWF fordert Rücktritt von König Juan Carlos
>Dioxin in Eiern
>Kreuzfahrtreederei muss endlich sauber werden
>oekostrom baut Windpark
>RSM will umweltfreundlichste Uni der Welt werden
>Kongress „Too BIG To Fail – Es gibt keinen Planeten B“
>Brennendes Kühlmittel in Autos?
>30 Jahre Deutsche Umweltstiftung
>Gewinner Ideenwettbewerb "Uni gestalten"
>Alkoholfrei ist nicht alkoholfrei
>31.3. Earth Day und alle machen das Licht aus
>Wettbewerb Bildungsnetzwerke
>Kampagne "Andere Banken braucht das Land"
>Umweltmedienpreis
>Inklusion ist machbar und notwendig
>Gefährliche Wäsche
>Cotton made in Africa nun auch in Mosambik
>Gute Sache: 4.000 Buchen werden in Bonn gesetzt
>Umfrage: Jeder 3.te Hausbauer will Solarwärmeanlage
>Hunger in Jemen nimmt dramatisch zu
>Energiewende braucht Energieeffizienz
>Rund 70% der Kinderlebensmittel schädlich
>Auszeichnung klimaneutrale Kommunen
Anzeige
comdirect

Glocalist Medien: Offizielles Projekt der
UN-Weltdekade "Bildung für Nachhaltige Entwicklung"