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Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Nachhaltigkeitsstandards für tropische Gewürze


Frankfurt a.M. (10.2.12): Die Natur- und Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance wurde von der Nachhaltigkeitsinitiative für Gewürze „Sustainable Spices Initiative“ (SSI) ausgewählt, den Standard für nachhaltige Landwirtschaft „Sustainable- Agriculture-Network-Standard“ (SAN-Standard) auch für den Anbau von tropischen Gewürzen zu adaptieren.
Dies kündigte die Rainforest Alliance gestern auf dem elften Weltgewürzkongress „World Spice Congress“ in Pune, Indien an. SSI ist nach eigenen Angaben die erste große Initiative, die auf einen konsequent nachhaltigen Anbau von tropischen Gewürzen setzen wird.

Die SSI wurde von der Sustainable Trade Initiative (IDH) und vier führenden Unternehmen des holländischen Gewürzmarktes gegründet. Es ist vorgesehen, dass der adaptierte SAN-Standard für den Anbau von 34 verschiedenen Gewürzarten Anwendung finden soll.


In der ersten Projektphase von 2012 bis 2015 soll der Fokus zunächst auf sieben Gewürze gelegt werden: Pfeffer, Chilis, Ingwer, Kurkuma, Vanille, Gewürznelke und Zimtkassie. Der nachhaltige Anbau wird sodann auf Farmen in Vietnam, Indien, Indonesien und Madagaskar realisiert. Später folgen weitere Länder. Laut Plan soll bereits Ende dieses Jahres eine Version des Standards für Pfeffer vorliegen.

Die gegenwärtig gängigen Praktiken im tropischen Gewürzanbau sind in vielerlei Hinsicht inakzeptabel. Sie schädigen teilweise massiv die Umwelt und tragen zur Reduktion der Artenvielfalt bei. Oft wird die Gesundheit der auf den Plantagen arbeitenden und lebenden Menschen gefährdet. Arbeiterrechte werden ignoriert oder nur unzureichend berücksichtigt. Insbesondere die Anwendung gesundheits- wie umweltschädlicher Chemikalien und Pestizide stellt ein massives Problem dar.




(Quelle: Rainforest Alliance)

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