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Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Öttinger und die Atom-Lobby


Brüssel (12.12.11): Satz und Sieg könnte man sagen für die Atomindustrie. Deutschland steigt aus dem Atomstrom aus, Europa steigt ein. Öttinger bleibt sich selbst treu gegen alle Einsicht und Fakten.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisiert die kürzlich bekannt gewordenen Pläne von EU-Energiekommissar Öttinger, die den Neubau von bis zu 40 Atomkraftwerken vorsehen, auf das Schärfste. Greenpeace-Atomsprecher Niklas Schinerl kommentiert die jüngst in der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Atom-Ausbaupläne von folgendermaßen:

„Pro-Atom-Papst Öttinger zieht mit seinem jüngsten Vorschlag zum Ausbau der europäischen Atomenergie alle Register der Dreistigkeit. Die „Energy Roadmap 2050“ liest sich wie ein Sammelwerk beliebter Propagandalügen der Atomindustrie und entzieht sich jeglicher Argumentationsgrundlage. Öttinger scheint keinen Hehl daraus machen zu wollen, wie sehr er mit der Atom-Lobby unter einem Dach steckt.", so Greenpeace.


Das ist ein Affront im Hinblick auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima vor fast genau neun Monaten, die deutlich gezeigt hat, welche enormen Gefahren mit Atomkraft verbunden sind.

Der Bau von 40 Atomkraftwerken auf einem dichtbesiedelten Kontinent wie Europa und die angedachte Subventionierung ist verantwortungslos. Minister Mitterlehner ist dringend aufgefordert zu intervenieren und alles daran zu setzen, dass dieses Planungspapier so schnell wie möglich fachgerecht entsorgt wird und seine letzte Reise in ein Endlager antritt.


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