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Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
VERMISCHTES

Wiener Tafel für Arme: 400.000 Kilo Lebensmittel


Wien (1.2.12): Im Jahr 2011 haben die ehrenamtlichen Lieferteams der Wiener Tafel an jeweils sechs Tagen pro Woche mit vier Hilfslieferfahrzeugen insgesamt 80.000 km zurückgelegt, um 414.000 kg „Über-Lebensmittel“ und Hygieneprodukte zu 10.000 Armutsbetroffenen in 80 Sozialeinrichtungen im Großraum Wien zu bringen.
Österreich älteste Tafel-Organsiation zieht Bilanz: Bei einer Steigerung des Warenvolumens im Jahr 2011 um 25% legte die Wiener Tafel besonderen Wert auf einen hohen Anteil an Obst, Gemüse und Hygieneprodukten.

Auch 2012 soll das das Angebot für armutsbetroffene Menschen noch mehr frische und gesunde Lebensmittel enthalten und der große Bedarf an Hygieneprodukten weiterhin berücksichtigt werden.


290 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren gesamt 15.700 Arbeitsstunden im Einsatz. Das bedeutet einen Zuwachs bei Freiwilligtätigen im Jahr 2011 von 32%. Darüber hinaus engagierten sich 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Großunternehmen im Rahmen von Corporate Social Volunteering - Projekten.

Ursachenbekämpfung statt Almosen

„Die positive Entwicklung der Wiener Tafel darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Armut, Hunger und Lebensmittelvernichtung als gesellschaftliche Probleme ursächlich bekämpft werden müssen“, betont Martin Haiderer, Gründer und Obmann des Sozial- und Umweltvereins, „nicht zuletzt deshalb gehört Bewusstseinsbildung zu den Kernaufgaben der Wiener Tafel: Solange tonnenweise Genuss taugliche Lebensmittel vernichtet und gleichzeitig Menschen an den Rand unserer Gesellschaft gedrängt werden, gilt es für einen sinnvollen Ausgleich zwischen Überfluss und Bedarf zu sorgen.

Ziel der Wiener Tafel ist, dass Armutsbetroffene durch das Angebot professioneller Betreuungseinrichtungen wieder ein selbst bestimmtes Leben führen können: „Armut und Hunger müssen strukturell bekämpft werden,“ betont Martin Haiderer, „deshalb arbeiten wir seit jeher nur mit Sozialeinrichtungen zusammen, die ihren KlientInnen mit Begleitmaßnahmen wie Schuldnerberatung, psychosozialen Angeboten und Betreuung durch SozialarbeiterInnen die Chance geben, aus der Armutsfalle auszubrechen.“

Der eklatante Zuwachs bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auch ein Indiz für ein steigendes Problembewusstsein in unserer Gesellschaft: „Vielen wird klar, dass Armut kein Randgruppenthema ist uns dass es nahezu jede und jeden treffen kann“, beobachtet Haiderer. Motor zu gesellschaftlichen Veränderungen sind eine aktive und kreative Zivilgesellschaft und gelebte Corporate Social Responsibility (CSR) in Wirtschaft, Handel und Industrie.




(Quelle: Wr. Tafel)


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