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Montag, 21. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
WIRTSCHAFT

Alternative zu Ratingagenturen: ENRA


Berlin (6.12.11): Die Ankündigung der Ratingagentur Standard & Poor´s (S&P) Europa im allgemeinen und Deutschland und Frankreich im besonderen in ihrer Glaubwürdigkeit abzuwerten, löst eine berechtigte Welle der Empörung aus und treibt pro-zyklisch die Krise voran. Es gibt in den Startlöchern aber eine Alternative: Das Projekt ENRA von der Deutschen Umweltstiftung.
Die Deutsche Umweltstiftung setzt hier auf ein klares Gegenprogramm der Nachhaltigkeit: Es braucht eine gemeinnützige auf Kriterien der Nachhaltigkeit basierende Ratingagentur in Europa, welche nicht dem Neo-Liberalismus unterworfen ist.

Dieses Vorhaben der Deutschen Umweltstiftung wird u.a. von Heiner Geißler,
Erhard Eppler oder Heide Simonis sowie weiteren rund 400 Persönlichkeiten der Nachhaltigkeit quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche unterstützt: Von Politikern, Unternehmen, NGOs bis hin zu kirchlichen und gewerkschaftlichen Kreisen und vor allem aus der Wissenschaft.


Aktuell wird das Projekt ENRA der Deutschen Umweltstiftung von einem Steering Committee begleitet, wo sich führende Akteure einer nachhaltigen Finanzwirtschaft finden: Von der EthikBank über ForestFinance bis hin zur Triodos Bank.

Der Bundestagsabgeordnete Hermann Ott sagt über ENRA, welches er unterstützt: "Die konventionellen Ratingagenturen haben nichts mit nachhaltigem Wirtschaften zu tun, im Gegenteil. Die Idee einer gemeinnützigem, transparenten und auf Kriterien der Nachhaltigkeit basierenden Ratingagentur hat meine volle Unterstützung."

Es ist erstaunlich, dass noch immer einige Medien sehr unkritisch über die Rolle der Ratingagenturen berichten, was sich aus Bezeichnungen wie "Bonitätswächter" und ähnliche Wendungen ablesen läßt. Tatsächlich geben Ratingagenturen Meinungen ab, für welche diese sich wohl aus guten Gründen nicht haftbar machen wollen.

Auch ihre Maßstäbe und "Wahrheiten" sind hinterfragbar, denn diese sind neoliberal und pro-zyklisch ausgeformt.

Und die Financial Times Deutschland faßt heute pointiert zusammen, dass Ratingagenturen nicht mehr als Mythenmaschinen sind: "Die Agenturen leben dabei von der Tatsache, dass sie als Mythosmaschinen existieren, die ihren eigenen Ruf als Donnerhall widererschallen lassen." (FTD, 6.12.2011)

Heiner Geißler sagt zum Anliegen der Deutschen Umweltstiftung, eine gemeinnützige auf Kriterien der Nachhaltigkeit basierenden Ratingagentur: "Ich unterstütze die Einrichtung einer gemeinnützigen, nachhaltigen und europäischen Ratingagentur, denn die Ratings wie wir sie heute kennen, sind weder nachhaltig, noch fair oder transparent. Sie haben falsche Maßstäbe, die die Armut steigern, die Natur zerstören und die Realwirtschaft wie Staaten ruinieren."

Weitere Informationen und die Möglichkeit, den Aufruf online zu
unterzeichnen, gibt es unter www.enra.deutscheumweltstiftung.de



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