Der prozentuale Rückgang des Kundenzuwachses gegenüber den letzten drei Jahren wird vom bcs auf die Folgen der Abwrackprämie zurückgeführt. Ein Teil der Betrittswilligen wurde durch die Abwrackprämie dazu animiert, sich mit Hilfe eines vermeintlich günstigen Schnäppchens doch wieder einen Neuwagen zuzulegen.
Ohne Subvention der Bundesregierung führt die Abschaffung eines betagten Altfahrzeugs in vielen Fällen zum Nachdenken über bisherige Mobilitätsgewohnheiten und zur Anmeldung bei einem innovativen CarSharing-Angebot.
Die Anzahl der im CarSharing eingesetzten Fahrzeuge ist von 3.900 Anfang 2009 auf 4.600 Anfang 2010 angestiegen. Der Zuwachs betrug 17,9 Prozent.
Während die Neuzulassungen in den gewerblichen Fahrzeugflotten 2009 um 21,8 Prozent zurückgingen, haben die deutschen CarSharing-Anbieter die gegenteilige Entwicklung genommen.
Die Fahrzeuge verteilen sich bundesweit nun auf 2.200 CarSharing-Stationen. Dies sind 350 Stationen mehr als ein Jahr zuvor und ein Zuwachs um 18,9 Prozent. Das dezentrale Stationswachstum bringt die Angebote näher an die Wohn- und Einsatzorte ihrer Kunden. In die Bilanzierung einbezogen wurden alle ca. 110 CarSharing-Anbieter in Deutschland, auch diejenigen, die nicht Mitglied im bcs sind.
CarSharing-Fahrzeuge stoßen weniger klimaschädliche Abgase aus
In der politischen Diskussion gewinnen der Beitrag des Verkehrs zur Klimakatastrophe und Abhilfemaßnahmen dagegen eine immer größere Bedeutung. Nach der misslungenen Klimakonferenz von Kopenhagen stellen die deutschen CarSharing-Anbieter ihren Beitrag zur Entlastung von klimaschädlichen Treibhausgasen noch einmal besonders heraus.
CarSharing-Fahrzeuge verbrauchen pro Kilometer weniger Kraftstoff, sind niedriger motorisiert und deutlich jünger als die Pkws privater Autobesitzer und vieler gewerblicher Flotten.
(Quelle: bcs)




