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Dienstag, 22. Mai 2012 - Eine andere Information ist möglich!
WIRTSCHAFT

Deutschland schrumpft


Berlin (1.12.11): Nach Darstellung des DIW-Berlin schrumpft das BIP Deutschlands im letzten Quartal des Jahres.
Laut DIW-Konjunkturbarometer dürfte die Wirtschaftsleistung im vierten Quartal erstmals seit der Rezession 2009 wieder leicht sinken. Der zu erwartende Rückgang um 0,2 Prozent geht dabei maßgeblich auf die Industrie zurück, die in den letzten drei Monaten des Jahres deutlich weniger produzieren dürfte als noch im starken dritten Quartal.

Damit folgt die Prognose vom DIW auch der des KfW, wie auf Glocalist bereits berichtet (s.h. Beitrag auf Glocalist > bit.ly/tDGimN ).


„Die Eurokrise schlägt mehr und mehr auf die deutsche Wirtschaft durch“, so DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. „Deshalb ist auch zum Jahresauftakt im ersten Quartal 2012 ein weiteres Minus beim Wachstum nicht ausgeschlossen.“

Aber, gestern wurde geflutet, die Kurse machten Sprünge und die Konsequenzen sind nicht klar wie auch schon einige Firmen beginnen das Aus für den Euro einzupreisen. Prognosen werden so mehr und mehr unsicher.

Sowohl aus dem Inland wie auch aus dem Ausland sind die Neuaufträge für die Industrie zuletzt spürbar gesunken. Dies spricht für weitere Rückgänge der Industrieproduktion. Aktuell erfährt dies auch China, wonach China seit langer Zeit wieder schrumpfen solle.

Vorübergehend dürften die unsicheren Aussichten für die Eurozone nach Einschätzung des DIW Berlin nicht nur die Exporte belasten, sondern auch den Konsum bremsen und den bislang kräftig anziehenden Ausrüstungsinvestitionen einen Dämpfer verpassen.

„Selbst wenn die Wirtschaft zwei Quartale schrumpfen sollte, wir also technisch gesehen in einer Rezession stecken, ist mit einem Nachfrageschock wie im Winter 2008/2009 nicht zu rechnen“, sagt Fichtner. „Die Unternehmen können vorübergehende Nachfragerückgänge verkraften, ohne dass sie in großem Stil entlassen müssen. Wenn sich die Unsicherheit im kommenden Jahr legt, kann die deutsche Wirtschaft die strukturellen Vorteile ausspielen und von dem immer noch ordentlichen Wachstum in den Schwellenländern profitieren.“




(Quelle: DIW, GM)

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