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WIRTSCHAFT

Kobalt im Kongo


Freiburg (29.11.11): Kobalt ist wichtig für Batterien und damit wichtig für die einsetzende E-Mobilität. 50% der globalen Produktion kommen aus dem Kongo. Eine Studie des Öko-Institut wirft ein Licht darauf: Die Minenarbeit sind entgegen aller Menschenwürde.
Zwischen 67.000 und 108.000 Arbeiter fördern im Kongo in zumeist nicht registrierten Minen Kobalt. Sie arbeiten häufig unter gefährlichen Bedingungen; tödliche Arbeitsunfälle sind an der Tagesordnung. Jährlich sterben mehr als einhundert Menschen durch Hangrutschungen, Schachteinstürze oder Wassereinbrüche. Auch Kinderarbeit ist weit verbreitet: 19.000 bis 30.000 Kinder unter 15 Jahren bauen das Erz ab oder waschen und sortieren die geförderten Mineralien.

Dies sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Öko-Instituts über die sozialen Auswirkungen der Kobaltproduktion in der Demokratischen Republik Kongo. „Die Arbeitsbedingungen in der Kobaltproduktion im Kongo müssen verbessert werden“, fordert deshalb Andreas Manhart, Wissenschaftler am Öko-Institut.


Hersteller benötigen weltweit große Mengen Kobalt für die Produktion von Batterien für Elektroautos und mobilen elektronischen Geräten. Die Demokratische Republik Kongo liefert jährlich 45.000 Tonnen des Metalls und deckt damit etwas mehr als die Hälfte der weltweiten Kobaltförderung ab. Mindestens 60 Prozent dieser Menge wird von Arbeitern des Kleinstbergbaus mit einfachsten Mitteln abgebaut, gewaschen, sortiert und über Zwischenhändler an den Weltmarkt verkauft. Rechnet man diese Arbeitsleistung in Produkte um, so stecken in jedem Notebook etwa zehn Arbeitsminuten von Bergarbeitern im Südostkongo. Bei modernen Hybridautos sind es mehr als sechs Stunden.




(Quelle: Öko-Institut)

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