Das DIW Berlin zeigt sich nicht ganz so optimistisch, sieht aber auch einen Silberstreif am Horizont: Die sich deutlich aufhellende Unternehmensstimmung und die zuletzt wieder etwas dynamischeren Auftragseingänge in der Industrie machen indes Hoffnung, dass die deutsche Wirtschaft ab dem Frühjahr wieder wächst. „Die Krise im Euroraum bremst das Wachstum in Deutschland voraussichtlich nur vorübergehend. Schon ab der Jahresmitte ist – auch aufgrund von Nachholeffekten – wieder mit kräftigen Zuwächsen zu rechnen“, sagt DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner.
Insgesamt erwartet das DIW Berlin für das laufende Jahr ein Wachstum von 0,6 Prozent. Die Konjunkturflaute im Winterhalbjahr belastet damit zwar den Jahresdurchschnitt, dürfte aber weitgehend ohne Auswirkungen am Arbeitsmarkt bleiben.
Die Vorhersage des IMK beruhen auf dem Datenstand Anfang Februar. Für Februar weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 15,4 Prozent aus, für März liegt der Wert bei 14,5 Prozent und für den April gibt das Instrument eine Wahrscheinlichkeit von nur noch 3,1 Prozent an.
Damit sind alle drei Ergebnisse nach dem Ampel-Prinzip des Indikators eindeutig der grünen Klasse (geringe Rezessionswahrscheinlichkeit) zuzuordnen. Gegenüber der Prognose vom Januar, die auf dem Datenstand von Anfang Januar basierte, hat sich der Ausblick für den Februar deutlich verbessert.
Das spiegelt insbesondere die derzeitige Entspannung auf den Finanzmärkten wider. So signalisieren die aktuellen Zinsspreads eine erhebliche Vertrauenszunahme in die Konjunktur. In der gegenwärtigen Situation werden diese Werte vom Indikator als sehr relevant eingeschätzt. In der Prognose für März und April kommen auch die aufsteigende Tendenz des Ifo Index und positive realwirtschaftliche Faktoren wie die zuletzt wieder gestiegenen Auftragseingänge hinzu.
(Quellen: DIW, IMK)




