Es stellt klar fest, dass das Prinzip Nachhaltigkeit, welchem die Genossenschaftsbanken näher stehen als den meisten Banken, auch auf dem Kapitalmarkt Anerkennung findet. Die Argumentation, der Finanzmarkt bestrafe Nachhaltigkeit, stimmt so eindimensional nicht mehr.
Der Vorstandsvorsitzende der EthikBank Klaus Euler hält Genossenschaften für die ehrlichste und demokratischste Rechtsform: „Seit 150 Jahren basieren Genossenschaften auf Nachhaltigkeit, Solidarität und einem breit gestreuten, kleinteiligen Geschäftsmodell. Die Krise hat gezeigt, dass langfristiges, in die Zukunft gerichtetes Denken der einzige Garant für wirtschaftliche Stabilität ist. Das hat nun auch Standard & Poor’s erkannt.“
Deshalb fordert Klaus Euler nachhaltige Bewertungsmaßstäbe für Staaten- und Unternehmensratings, die über ökonomische Kennziffern hinausgehen.
Nach Meinung von Klaus Euler werden die Finanzmärkte in den nächsten Jahren eine lange Durststrecke und einen tiefgreifenden Wandel erleben: „Die Freiheit des großen Geldes ist ein irreales Wunschbild. Das verlorene Vertrauen in die Märkte kann nur mit höchster Transparenz und ethischen Grundwerten zurückgewonnen werden. An diesem Ideal müssen alle mitarbeiten – auch die Ratingagenturen.“ Deshalb unterstützt die Ethikbank die Initiative der Deutschen Umweltstiftung zur Gründung einer gemeinnützigen, nachhaltigen und transparenten Ratingagentur für Europa."
In dieser Woche hat der Bundesverband der Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) bekannt gegeben, dass Standard & Poor’s das Rating für die genossenschaftliche FinanzGruppe, zu der auch die EthikBank gehört, um eine Stufe von A+ auf AA- angehoben hat. Damit erhält die genossenschaftliche FinanzGruppe von S&P die höchste Bonitätseinschätzung unter Deutschlands Banken, die nicht in
Staatsbesitz sind.
Web > www.enra.deutscheumweltstiftung.de
(Quelle: EthikBank)




